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5. Schwalbacher Weihnachtsturnier - Partien

Tabatt, Hendrik (2328) - Berend, Fred (2364)
5. Schwalbacher Weihnachtsturnier (Schwalbach - Elm), 29.12.2007

Ausgangsstellung 1.e4 Als kleiner Aufgalopp zieht Hendrik in dieser Stellung e4, objektiv auch der beste Zug.
1...Sb6 Erzwungen. Nun bitte anschnallen, anstatt Lb2 zu ziehen und das Spiel ohne Risiko auf 2 Ergebnisse zu spielen, bricht Hendrik gegen den starken IM Berend alle Brücken hinter sich ab und opfert seinen verbliebenen Springer für einen Bauern und großen positionellen Vorteil (der allerdings irgendwann ausläuft, wenn man als Weißer in Folge nicht viele sehr gute Züge hintereinander findet).
[1...Sc3? 2.Dd2]
2.Sd6+ exd6 3.Lxd6 La6
[3...Lb7]
4.c4 Dh5 5.Lf3
[5.Dxh5 gxh5 6.Tad1 Lf8 7.Lh3 Lxd6 8.Txd6 mit extremer Einschnür- und Druckstellung, daher möglicherweise Kompensation für die Figur.]
5...Dg5 Wie geht's nun weiter mit Weiß? Nicht umsonst sieht man positionelle Opfer in der Turnierpraxis nur sehr selten, da sie äußerst schwierig zu spielen sind. Hendrik wählt hier den Plan, den h-Bauern bis nach h5 nach vorne zu bringen, den weißfeldrigen Läufer auf g4 zu stellen und dann auf g6 einen Bauern zu tauschen. Gleichzeitig wollte er damit die lange Rochade seitens Schwarz erschweren. Vielleicht wäre es besser gewesen, als erstes e5 zu spielen und die Schwerfiguren sofort auf der d- und e-Linie zu platzieren und damit auch die lange Rochade zu zulassen. Aber wer kann das wirklich genau sagen? Auch der digitale Diener hilft hier nicht wirklich weiter.
6.h4
[6.e5 h5 7.h4 Df5 8.Te1 O-O-O 9.a4 Kb7 10.Le4 Dg4 11.Lf3 Dh3 12.Lg2 Df5 13.Le4 De6 14.Dd2 Lxe5 15.Lxe5 Dxe5 16.a5 Sxc4 17.bxc4 Dc5 18.Df4 Nach einer Kaskade von komplexen Zügen wäre möglicherweise eine Stellung entstanden, die wieder leichten Vorteil für Weiß verspricht.]
[6.Te1]
6...Dd8 7.e5 Sc8 8.Te1 ... Leider hab ich mir die konkrete Zugfolge des Partieabschlusses nicht angesehen. Es wurden noch die h-Bauern getauscht und Hendrik zentralisierte seine Schwerfiguren. Die Druckstellung von Weiß blieb erhalten. Kurz vor der Zeitkontrolle brachte ein kurzfristiger Blackout Hendrik um den verdienten Lohn, Berend konnte einfach abwickeln und mit einer Mehrfigur locker gewinnen.


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