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Gambit 89 Saarbrücken e.V.

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Turnierberichte

Hier findest du alles Wichtige rund um Turniere, an denen Gambitspieler teilgenommen haben. Hinweise auf interessante regionale oder überregionale Turniere, die noch stattfinden, werden unter Veranstaltungen aufgelistet.

Offene Saarländische Frauenmeisterschaften 2009

Elke wird ungeschlagen erneut Saarlandmeisterin

Von Sonja Noll

Der letzte Spieltag war von dramatischen Szenen gekennzeichnet. Ich, die auf den Titel so heiß wie Lava war, konnte gegen Elke Vorteil herausspielen. Nach einem Damenopfer (dass Elke nicht annehmen darf, da Springermatt droht) ist einfacher Figurengewinn für mich möglich. Hatte ich auch alles gesehen, es war so einfach! Doch dann kam das, was kommen musste: ein typischer Aussetzer! Den Sieg so gut wie in der Tasche liegen plötzlich meine Nerven blank, mein Herz klopfte wie wild vor Aufregung, vor Vorfreude, wie auch immer! Vor allem tut meine Hand nicht dass, was mein Kopf zuvor durchgerechnet hatte: Anstatt wie geplant mit meinem Springer Elkes Läufer auf der zweiten Reihe zu schlagen mit gleichzeitigem Damenangriff durch diesen Springer und Schach durch meine Dame, ziehe ich mit dem Springer auf ein anderes Feld, so dass schlicht weg meine Dame hängt. Das wirklich Schlimme an der Sache: ich hatte meinen Springer noch in der Luft und noch nicht auf ein Feld abgesetzt. Hätte ich nach meinem „oh, Sch…“, dass mir rausgerutscht war, einfach noch mal in die Stellung geschaut, hätte ich nach wie vor den Gewinnzug machen können. Zu spät, nach einem nochmaligen „Sch…“-Ausruf setze ich frustriert und enttäuscht den Springer auf’s falsche Feld. Dame weg! So schnell geht das! Nach dem Schock stellte ich gerade mal zwei Züge später noch eine Figur ein. Rien ne va plus- nix geht mehr. Egal, dann hol ich mir den Titel halt im nächsten Jahr. Zieh dich warm an, Elke!

Auch Barbara war sichtlich frustriert nach ihrer letzten Partie gegen Janett. In guter Stellung (Dame und Läufer gegen Turm Läufer, beide noch ein paar Bauern auf dem Brett) raste die Barbara die Zeit davon. Je näher das Blättchen gegen Null ging, wurde sie spürbar nervöser, übersah dann auch noch ein Matt in zwei. Nur wenige Sekunden vor dem Blättchenfall bot Janett fairerweise ein Remis an, was Barbara auch annahm. Die Endstellung wäre nach wie vor für Barbara gewonnen, aber das wäre in den paar verbleibenden Sekunden einfach nicht mehr durchsetzbar gewesen.

Kein guter Tag für Barbara und mich, aber dafür für die strahlende Siegerin Elke, der ich auf diesem Weg noch mal herzlich gratuliere!!!

Open Prag 2008

Von Olli Huth
Hans hatte leider unaufschiebbare Gerichtstermine (beim Italiener ???), so dass statt des geplanten Quartetts nur drei Spieler von Gambit den Weg nach Tschechien antraten.

Turnierbeginn war Freitagnachmittag, um jedoch entspannt ins Turnier starten zu können, fuhren wir bereits am Donnerstag die ca. 700 Kilometer ins benachbarte böhmische Ausland.
Im Hintergrund lief Simon & Garfunkel aus Patricks CD-Radio als Endlosschleife. Ich bin mittlerweile sehr textsicher, habe allerdings direkt nach der Rückkehr aus Prag alle meine CD’s von Simon & Garfunkel vernichtet.
Übernachtet wurde in einem Vorort von Prag und zur Einstimmung und quasi als Motivationshilfe gönnten wir uns erst mal ein gutes Essen im Restaurant „Na Farkane“ einem echten Insidertipp. Anschließend saßen wir noch bis spät in die Nacht bei Wein, Weib und Gesang zusammen und träumten von großen Siegen und Heldentaten gegen übermächtige Gegner.
Oder hab ich das alles nur geträumt und es waren doch nur Bier, Musik aus dem CD-Spieler und die Bedienung aus der Bar?
Sei’s drum, jedenfalls erreichten wir den Turniersaal eine gute Stunde vor Anmeldeschluss, wo wir (vor allem Georg) vom Schiedsrichter herzlich begrüßt wurden und uns noch genügend Zeit blieb, vor Beginn der ersten Runde die Zimmer zu beziehen und das Gepäck auszupacken.
Nach einem Blick, auf die bereits eingeschriebenen Gegner hatte ich mich übrigens kurzfristig dazu entschlossen nur das B-Open zu spielen, da ich im A-Open etwa an 120 von 125 Teilnehmern gesetzt gewesen wäre, und meine masochistische Neigung noch nicht stark genug ausgeprägt ist, um Gefallen an sieben bis neun Niederlagen in einer Woche zu finden.
Im „Weichei-Open“ war ich an Nummer 22 von 50 gesetzt, hier war also alles drin für mich.
Georg und Patrick waren an 25, bzw. 33 gesetzt, so dass wir alle drei in der ersten Runde einen „leichten“ Gegner zugelost bekamen.
Gespielt wurden 9 Runden mit 90 Minuten Bedenkzeit plus 30 Sekunden pro Zug, eine international immer häufiger gebräuchliche Regelung, an die ich mich allerdings erst mal gewöhnen musste.
Mein erster Gegner machte es mir allerdings leicht, er war ein echter „Anfänger“, spielt erst seit einem Jahr Schach, was mir natürlich den Sieg (Matt in 18 Zügen nach etwa einer halben Stunde Spielzeit) leicht machte und so kam es, dass ich der erste Sieger des Prag-Open 2008 überhaupt war – was für ein Auftakt.
So blieb mir an diesem Tag genügend Zeit, die Partien an den Spitzenbrettern im A- und B-Open zu verfolgen und zwischendurch immer mal wieder auch bei Georg und Patrick zu kiebitzen.
Die beiden favorisierten lettischen GM’s, Viesturs Meijers und die lebende Legende Evgeny Sveshnikov sorgten gleich für die ersten Überraschungen, als es beiden nicht gelang, gegen Spieler mit einer ELO-Zahl knapp unter 2100 zu gewinnen, was leider auch Patrick nicht schaffte, er holte aber wenigstens mit Schwarz einen halben Punkt. Georg gewann seine Partie an diesem Tag sicher und problemlos und wir ließen das ganze in der Sport-Bar bei einigen Bierchen gemütlich ausklingen.

Tag 2 des Opens begann mit einem Schnellturnier, an welchem wir Saarländer nur als Kiebitze teilnahmen und wo ich Runde um Runde bewundernd bei Altmeister Sveshnikov vorbeischaute und immer wieder staunte, mit welch feinen Manövern der GM seine Gegner systematisch überspielte. Er wurde zwar nur Zweiter in diesem Turnier (punktgleich mit dem Sieger), ich war jedoch von seiner Technik zutiefst beeindruckt.
Der Nachmittag brachte mir den ersten echten Gegner mit einer ELO über 2000, aber dank der Vorbereitung mit Hilfe der Datenbank und einiger Tipps von Georg erreichte ich mit Schwarz im Skandinavisch schnell eine mindestens ausgeglichene Stellung. Mein Gegner kannte sich dagegen in der Variante 3. – Dd6 nicht so gut aus und verbrauchte viel Zeit, so dass er nach nur 17 Zügen nur noch eine Minute auf der Uhr hatte. Unter diesem Druck hatte er keine Chance, ich verbesserte meine Stellung systematisch, gewann nach und nach zwei Bauern, als mein Gegner in verlorener Stellung auch noch über Zeit verlor.
Georg spielte mit Schwarz Holländisch verbrauchte allerdings ebenfalls zuviel Zeit ohne dabei die besten Züge zu finden, versuchte dann im Endspiel den Sieg zu erzwingen, was leider nach hinten losging. Sein Gegner spielte am Ende sehr sauber und gewann das Endspiel sicher. Auch Patrick verlor seine Zweitrundenpartie überraschend mit Weiß gegen einen Gegner mit ELO knapp unter 2000, ein herber und nicht erwarteter Rückschlag, waren beide Gegner doch über 200 Punkte schwächer als Georg und Patrick. Zur Frustbewältigung ging es nach dem Abendessen wieder in die Sport-Bar.

Auf die Sonntagsrunde bereiteten wir uns gemeinsam intensiv vor, bei Georg und Patrick war Wiedergutmachung angesagt und meiner einer spielte bereits an Brett 2 gegen einen der Turnierfavoriten mit ELO knapp unter 2100.
Es begann auch vielversprechend. Georg hatte mit Weiß wenig Mühe mit seinem finnischen Gegner und auch Patrick gewann seine Partie mit Sc6 sehr sicher. Ich hatte zum zweiten Mal in Folge Schwarz, aber mein holländischer Aufbau und die gute Vorbereitung brachten mir, wie am Vortag, mehr als Ausgleich. In der Folge verlor ich jedoch den Faden, versuchte an beiden Flügeln gleichzeitig zu spielen und geriet in eine richtig schlechte Stellung. Mein Gegner verpasste jedoch mehrfach den sicheren Gewinn und ließ mich noch einmal entkommen. Gerade als ich die Stellung wieder hätte ausgleichen können, ließ ich jedoch einzügig meinen Turm stehen, statt mit selbigem die gegnerische Dame anzugreifen – ein klassischer Blackout. Diesmal hatte ich allen Grund, meinen Frust mit ein paar Bierchen zu bekämpfen. Zum weiteren Frustabbau ging es anschließend mit dem Taxi wieder ins Na Farkane und weiter ins Nachtleben von Prag.

Dementsprechend unausgeschlafen begann die vierte Runde.
Revanche für die gestrige Niederlage war angesagt und dementsprechend legte ich die Partie an. Nach etwa 25 Zügen lehnte ich das Remisangebot meines Gegners (ELO 1980) ab, um nach ca. 30 Zügen einen Bauern, bei weiterhin guter Stellung für mich, zu gewinnen. Aber von nun an ging’s bergab. Ich fand eine ganze Reihe schlechter Züge und stellte hintereinander und ohne Not zwei Bauern plus Stellung ein. Der Rest war nur noch grausam. Georg gewann wieder sicher mit Schwarz, aber Patrick schaffte es auch diesmal leider nicht, mit Weiß zu gewinnen. Immerhin spielte er Remis. Beide Gegner hatten eine ELO knapp unter 2100.
Aus lauter Frust orderten Patrick und ich in der Sport-Bar zu den bereits üblichen Bieren noch einige Whiskys.

Der fünfte Spieltag brachte die einzige Doppelrunde, statt 16:00 Uhr begann der Schachtag also bereits um 09:00 Uhr. Patrick schenkte sich das Frühstück. Er analysierte lieber noch einige Varianten und gewann diesmal mit Schwarz sehr souverän. Georg bekam es mit dem späteren Turnierdritten zu tun, IM Saptarshi Roy Chowdhuri aus Indien (ELO 2418) und es gelang Georg als Weißer eine vorteilhafte Stellung zu erreichen. Ein zwischenzeitliches Remisangebot des IM lehnte er ab, fand jedoch auch nicht mehr die allerbesten Züge und bot deshalb wenige Züge später seinerseits Remis an, was der Inder, in immer noch besserer Stellung für Georg, auch akzeptierte. Bei der Nachanalyse zeigte es sich, dass Georgs Gegner mehr für Georg gesehen hatte als Georg selbst, das Remis ging allerdings voll in Ordnung.
Ich selbst spielte morgens gegen einen Elfjährigen und gewann mit Schwarz und Skandinavisch sicher.
Statt mir ein Siegerbräu zu gönnen, machte ich lieber ein Mittagsschläfchen und schaute noch kurz in der Datenbank vorbei, was denn mein nächster Gegner so spielt, denn zur Nachmittagsrunde hatte ich ein weiteres „Monster“ (=Spieler U16) zugelost bekommen, diesmal war mein Gegner aber, im Gegensatz zur Vormittagspartie, leichter ELO-Favorit (1946). Ich legte die Partie mit Weiß nicht allzu scharf an und es entwickelte sich ein reines Damenendspiel mit gleicher Bauernstruktur- und Zahl, welches „eigentlich“ tot Remis war. Mein Remisangebot lehnte mein Gegner allerdings ab, und ich schaffte es tatsächlich noch die Partie durch unkonzentriertes und ungenaues Spiel zu verlieren. Völlig überflüssig, man war ich sauer auf mich, viel Bier und mehrere Whisky waren nötig meinen Kummer zu bekämpfen.
Georg erging es in dieser Runde nicht wirklich besser. Er verlor mit Schwarz gegen einen FM mit ELO 2398 eine Partie, in welcher er immer leicht besser gestanden hatte und er leider einmal mit der falschen Figur zurückschlug. Patrick spielte die Kopfwehvariante, sein Gegner FM Babar (2145) bot ihm nämlich alle paar Züge Remis an, da er ja soooo Kopfweh hatte. Patrick lehnte immer wieder ab, baute mit Weiß seine Stellung aus, um am Ende doch nur ein Remis zu erreichen.
Was für eine frustrierende Runde für uns alle, aber die große Rochade 0-0-0 hatten wir gerade noch mal verhindern können.

Tag 6, Runde 7 und diesmal schlug das Imperium zurück. Georg siegte souverän mit Weiß, Patrick opferte mit Schwarz eine Figur für mehrere Bauern und freies Figurenspiel, so dass sein finnischer Gegner zuerst die Figur zurückgeben musste, um wenig später ganz zu kapitulieren. Beide Gegner hatten eine ELO über 2100.
Ich selbst spielte mit Schwarz eine der schlechtesten Eröffnungen der letzten Jahre, mein Gegner (ELO 1550) konnte dies allerdings nicht nutzen, sein zu harmloses Spiel verschaffte mir irgendwann Ausgleich und ab dann setzte sich meine größere Spielstärke durch.
Wir hatten es geschafft, erstmals hatten wir alle Drei gewonnen, na also, es geht doch. Zur Belohnung gönnten wir uns ein feudales Abendmahl und, wie könnte es anders sein, einige Whisky plus die bereits obligatorischen Bierchen.

Der vorletzte Tag, die 8.Runde, trotz nur 4 Punkten aus den ersten 7 Runden war mit etwas Glück für mich noch ein Platz in der Top Ten möglich. Hierzu waren allerdings zwei Siege in den Schlussrunden Pflicht. Mein heutiger Gegner (ELO 1967) hatte das Turnier stark begonnen, mit 3 aus 3, seitdem aber nicht mehr viel gerissen, vielleicht geht ja noch was, schließlich hatte ich diesmal wieder die weißen Steine. In einem symmetrischen Aufbau des Damengambits wagte mein Gegner als erster einen Bauernvorstoß, der nach meiner Rechnung nicht gut für ihn war. In meiner Abwicklung hatte ich jedoch einen Zwischenzug nur unzureichend berechnet, wodurch mein Gegner einen gefährlichen Freibauer auf der zweiten Reihe erhielt. Ich kämpfte verbissen um den Ausgleich, schaffte schließlich auch einen Figurengewinn, nur, um in Zeitnot dann den Remiszug auszulassen. Das Ende spielte mein Gegner zu meinem Bedauern dann wieder sehr gut.
Richtig Pech hatte diesmal Patrick, der sich auf seinen Gegner, IM Kulikov (2405), sehr gut und sehr intensiv vorbereitet hatte. Es gab zwischenzeitlich sogar die Möglichkeit eines zweizügigen Figurengewinns für Patrick, den er in der Partie leider ausließ, nur um sich hinterher über sich selbst maßlos zu ärgern. Auch im finalen Turm-Endspiel hatte Patrick trotz Minusbauer durchaus noch Remischancen. In beiderseitiger hochgradiger Zeitnot setzte sich am Ende dann jedoch die Routine des IM durch. Georg bot mit Schwarz erneut eine Klasseleistung und gewann seine Partie. Unseren letzten Abend in Prag ließen wir, wie soll es auch anders sein, mit Bier und Whisky ausklingen.
Am nächsten Morgen begann die letzte Runde, mal wieder um 09:00 Uhr. Zu früh für Patrick, der auch diesmal das Frühstück sausen ließ. Dafür war er in seiner Partie hellwach und gewann diese, so dass er am Ende 5,5 Punkte auf dem Konto hatte, was Platz 38 bedeutete.
Zum Abschluss hatte ich einen weiteren Gegner der Kategorie U16, welchem ich diesmal allerdings nichts schenkte und ein Turmendspiel mit Mehrbauer sicher zum Gewinn verwertete, Platz 21 mit 5 Punkten, punktgleich mit Platz 14. Georg hätte es mit einem Sieg in der letzten Runde gegen IM Jana Jackova (ELO 2398) sogar noch in die Preisränge schaffen können. Sein Königsangriff mit Weiß gegen Wolgagambit sah auch äußerst viel versprechend aus, die IM fand jedoch noch einen trickreichen Zwischenzug, der ihr ein Dauerschach ermöglichte, Remis, 6 Punkte und Platz 18 für Georg.

Ach ja gewonnen haben übrigens die GM’s Meijers und Sveshnikov mit 7 aus 9 und jeweils 5 Siegen, sowie 4 Remis, darunter ein Kurzremis in der letzten Runde gegeneinander.

Da Patrick vor der Heimreise noch ein Präsent für seine Mutter besorgte, führte uns die Rückreise durch Teile der Innenstadt der tschechischen Hauptstadt, so dass ich wenigstens einmal ein paar optische Eindrücke von Prag mitnehmen konnte, falls meine Mutter mich danach fragen sollte ;-)

Diesmal ertönte Marius Müller Westernhagen aus dem CD-Radio, was zu Folge hatte, dass ich mich nach spätestens 3 Stunden nach Simon & Garfunkel zurücksehnte.

Etwa nach der Hälfte der Strecke speisten wir noch feudal beim Schotten (Mc Donald) und erreichten die Heimat gegen Mitternacht, zu müde um noch einen Absacker zu uns zu nehmen.

Aber nächstes Jahr greifen wir wieder an, vielleicht kommen ja ein paar von Euch mit?
Mir hat es jedenfalls viel Spaß gemacht und dank der Tipps und Analysen von Georg und Patrick, habe ich auch schachlich eine Menge gelernt.
Tags darauf konnte ich das Gelernte bereits anwenden und belegte bei der saarländischen Schnellschachmeisterschaft Platz 2 in der B-Gruppe, aber das ist eine andere Geschichte, von der uns unser Literaturpapst Hans hoffentlich noch berichten wird.
(nach oben)

5. Schwalbacher Weihnachtsopen 2007

Am diesjährigen Schwalbacher Weihnachtsopen konnte ich leider nicht teilnehmen, weil die Wickelfreqenz von Benno die Dauer einer normalen Schachpartie nicht umspannte.
Aber am Samstag Nachmittag bekam ich frei und zusammen mit unserem Motivations- und Mentaltrainer Axel schauten wir uns die 6. Runde an.
Wie immer war Gambit mit einer stattlichen Abordnung vertreten. Dabei waren Sonja, Joseph, Oli, Eric, Wladi und Felix.
Von den einzelnen Partien kann ich wenig berichten. Hierfür möchte ich auf den Turnierbericht von Wladi verweisen. In jedem Fall erwähnenswert ist der 8. Platz von Joseph, ein hervorragendes Ergebnis für unseren Kollegen aus Fronkreich.
Was mich an diesem Samstag aber fesselte, war die Spitzenpartie zwischen Hendrik Tabatt und Fred Berend, dem starken IM aus Luxemburg.
Hendrik führte bis zu dieser Partie verlustpunktfrei das Feld an. Um dem Turniersieg siecherzustellen, konnte er es locker angehen lassen. Er musste nicht um den Sieg kämpfen, ihm reichte ein Remis.
In der heutigen Zeit, sei es in Wirtschaft, Politik oder Spocht haben Superlangweiler ohne Ideale mit materieller Polung das Sagen, die rein erfolgsorientiert agieren. Gegen diese Modeerscheinung setzte Hendrik in seiner Partie gegen Berend einen angenehmen Kontrapunkt. Trotz mehr oder weniger durchgemachter Nacht wegen eines 40. Geburtstages wählte er den gefahrvollen Weg mit Ausblick am Abgrund. Er opferte einen Springer für positionelle Vorteile. Allerdings war in der Situation nicht zu sehen, wie der Gewinn innerhalb der nächsten 20 Züge konkret bewerkstelligt werden könnte.
Ich kam als Kiebitz zufällig dazu und kam dann von der Partie nicht mehr los. Weil ich sie so interessant und lehrreich fand, stelle ich den entscheidenden Partieausschnitt unter folgendem Link zur Verfügung. Bitte schickt mir ne Email, wenn ihr glaubt, die Schlüsselstellungen der Partie in irgendeiner Form einschätzen zu können.  Andreas Hauer
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Eppelborner Tandemturnier 2007

Am 26.10.07 fand in Eppelborn die vierte Auflage des Tandemturniers statt, einem der wenigen Schachturniere (neben unserem Bernd Backes Gedächtnisturnier), in denen gaaanz eindeutig der Spaß und das Get-Together sowie der großzügige Genuss von alkoholischen Getränken am Brett im Vordergrund stehen. Entsprechend fantasievoll sind auch die Namen der Teams, z.B. beer & win, die Kramniks oder Gröbpatz.
Kurz noch eine Erklärung für “Nichtexperten”: Beim Tandemschach spielen zwei Spieler in einem Team zusammen, wobei einer mit den weißen und einer mit den schwarzen Steinen spielt. Die Steine, die man seinem Gegner rausschlägt reicht man seinem Partner und dieser kann sie (möglichst gewinnbringend), außer mit Matt, einsetzen. Ansonsten gelten die Regeln des Blitzschachs.

In den letzten drei Jahren schrammte ich mit drei verschiedenen Partnern (Charly, Sonja & André) jeweils knapp am Turniersieg vorbei. Deshalb war dieses Jahr das ausgegebene Ziel klar, Platz 2 (Verteidigung der Vorjahresplatzierung) oder besser, zumal ich auch diesmal wieder André Oberhofer als Partner gewinnen konnte, einen ausgewiesenen Tandemspezialisten.
Nachdem wir in den letzten Jahren vor dem Turnier wenigstens einige Male Trainingspartien in der Billiardklause absolviert hatten, vertrauten wir dieses Jahr einzig auf unsere Erfahrung und fuhren völlig unvorbereitet nach Eppelborn.
Insgesamt 13 Teams gingen dieses Jahr an den Start und gleich zu Beginn gelang uns ein Sieg gegen die ELO-Turnierfavoriten beer & win Carsten Becker und Ronny Müller. Die Mitfavoriten und Titelverteidiger die Kramniks, Dominik Faas und Christoph Dudek unterlagen dagegen gegen das zweite Püttlinger Team Freibier Marc Gross und Ronny Umla.
Nach weiteren 4 Siegen kam es in der 6. Runde zur Spitzenpaarung gegen die ebenfalls noch verlustpunktfreien Püttlinger. Leider klappte die Kommunikation zwischen André und mir in diesem Match nicht und so stellte ich, statt einfach meine Zeit ablaufen zu lassen (ich hatte reichlich davon) die Dame ein, was André nicht mehr kompensieren konnte. Zwei Spiele später kam es sogar noch schlimmer, gegen die Kramniks übersah ich in ohnehin schlechter Stellung ein einzügiges Matt, was unseren zweiten Verlustpunkt bedeutete und unsere Siegchance damit auf ein Minumum sinken ließ. Im nächsten Spiel ließ sich André von meinem schlechten Spiel anstecken (oder war es doch die Wirkung des 4. Weizenbieres ???) und gegen Gröbpatz (Wolfgang Bender und Tim Aubertin) gab es bereits die dritte Niederlage. Alles aus und vorbei :-(((.

Mit 9 Punkten aus 12 Partien waren wir am Ende punktgleich mit den beiden Püttlinger Teams auf Platz 3 bis 5. Über die genaue Plazierung mussten Stichkämpfe entscheiden. Zuerst gewannen die Kramniks gegen Freibier, danach schlugen sie auch uns zum zweiten Mal an diesem Abend und in der letzten Partie retteten wir gegen Freibier wenigstens Platz 4. Der Sieg ging an beer & win, die nach der Niederlage gegen uns in der ersten Runde nichts mehr anbrennen ließen und insgesamt 11 Punkte erzielten, vor Gröbpatz mit 10 Punkten und den Kramniks. Nach den Plätzen 3, 5, 2 und nun 4 freue ich mich schon auf 2008. Dann geht der Turniersieg nämlich endlich an Gambit ;-)).  Olli Huth
(nach oben)

Saarländische Pokaleinzelmeisterschaften 2007

Nun sind alle draußen. In der 3. Runde wurden Axel und ich dahingerafft. Hier der Bericht:

Axel spielte gegen Lukas Hubertus. Das ist der mit dem speckigen Lederhut, der die Eröffnungstheorie um einige bisher nie gesehenen indischen Igelvarianten bereichert hat. Der folgende Aufbau wird auch Hubertusigel genannt: Weiß zieht d3, e3, a3 sowie h3, stellt dann die Läufer nach b2 und a2 und harrt der Dinge, die da kommen mögen.
Der Gegner zieht dann voller Vorfreude auf einen schnellen Sieg mit vielen Bauern ins Zentrum ein. Objektiv steht er dann auch besser, aber zum Sieg führt kein Schemaspiel, sondern auschließlich konkret zu findende und zu berechnende Varianten.
Wenn man diese verpasst, passiert es häufig, dass Lukas erwacht und mit glänzenden Äuglein die kümmerlichen Reste des gegnerischen Zentrums zusammenkehrt.
So ähnlich lief auch das Spiel von Axel, unserem ehrwürdigen Gambit-Urgestein ab.

Ich bekam es mit Doc "Air Jordan" zu tun und es war der Beginn eines der schwärzesten Schachwochenenden, die ich bisher erleben durfte.
Um seiner sicherlich über 50jährigen Erfahrung im Damengambit auszuweichen, wählte ich eine seltene Gambitvariante, die aber heutzutage wieder an Reputation gewonnen hat. Seine Kinnlade ging auch um 1 Millimeter nach unten, als er meine Eröffnungswahl sah.
Nach längerer Überlegung lehnte er das Gambit ab und es kam zu einer Art Französisch mit vertauschten Farben. Der schönen Theorie nach erhält Schwarz früh Ausgleich und ich fühlte mich auch pudelwohl in meiner Stellung.
Es begann ein zähes Ringen um die Zentrumsherrschaft, welches ohne große beiderseitigen Fehler (sagt Rybka) bis zum ca. 25igsten Zug andauerte.
Es war zwar nichts los an meinem Königsflügel, aber ich begann mir irgendwie Sorgen zu machen. Diese Sorgen führten zu einer leichten geistigen Verkrampfung mit kurzzeitig sich entfaltender tunnelblickartigen Sichteinschränkung.
Doc machte einen erwarteten Damenzug, auf den ich ein geschicktes Springermanöver vorbereitet hatte. Leider übersah ich dabei, dass erwähnter Damenzug auch einen einsamen ungedeckten Bauern auf meiner Damenseite angriff. Ich machte meinen Springerzug und Doc packte seine Dame, zog aber dann nicht nach rechts in Richtung Königsflügel, sondern nach links und verspeiste das bemitleidenswerte Bäuerchen.
Kleiner Schock. Gut. Spiel noch nicht verloren, cool bleiben.
Das Spiel konzentrierte sich weiterhin auf den Königsflügel. Der Herzspezialist griff beherzt an, ich konnte meine Stellung aber durch geschickte Springermanöver in Verbindung mit taktischen Seitenvarianten langsam wieder verbessern. Ich hatte schließlich meine Springer direkt vor der Nase des gegnerischen Königs plaziert und musste im 38igsten Zug nur noch meine Dame bewegen, um einer drohenden Springergabel auszuweichen. Es blieben mir noch 3 Minuten. Ohne weiter lang nachzudenken, zog ich meine Dame nach f8, um den gegnerischen Springer optimal im Griff zu behalten.
Damit war die Niederlage besiegelt. (Wie viele Partien hab ich eigentlich schon kurz vor der Zeitkontrolle zu meinen ungunsten gedreht?). Mein letzter Zug ermöglichte meinem Gegner einen einfachen Bauernhebel, der meine Verteidigung zerstörte. Was mir blieb, waren hoffnungslose Versuche, im Trüben zu fischen. Die wurden vom Doktor mit Nonchalance abgewehrt.  Andreas Hauer

***

In der 2. Runde wurden nur 3 Spiele ausgetragen, um die Anzahl der Teilnehmer auf eine Zweierpotenz zu kriegen. Von Gambit nahm Andreas Hauer teil. Er gewann eine abenteuerliche Partie etwas glücklich gegen Alexander Gress.
Der Hammer des Tages war die Niederlage vom sehr unausgeschlafen wirkenden “Winterbacher” Thomas Becker gegen Lukas Hubertus. Aber auch der Sieg von Denis Müller gegen Viktor Siebert überraschte.
Der letzte Stand der Dinge unter saarländischen Pokaleinzelmeisterschaften.

***

6 todesmutige Gambitkämpfer versuchten sich an der ersten Runde der saarländischen Pokaleinzelmeisterschaften, schließlich galt es, den alten Pokal von André Oberhofer wieder zurück zu erobern. Dabei waren:

  • Sonja Noll
  • Axel Pocivalnik
  • Heinz Wirtz
  • Felix Hohlstein
  • Wladimir Panfilenko
  • Andreas Hauer.

Leider wurde scharf geschossen und viele von uns waren ungedeckt. So bleiben schließlich nur die beiden Steelhammer Axel und Andreas übrig, um in der 2. Runde die Gambitfahne hochzuhalten.

Aber der Reihe nach:
Es war wirklich wunderbares Wetter, am 6.10.07 und Axel jammerte schon herum, warum wir immer solch schöne Tagen in stickigen Hinterzimmern verbringen müssen. Wir konnten ihn aber beruhigen, indem wir mögliche Alternativen der Freizeitgestaltung an nämlichem Samstag aufzählten, wie z. B. "Shoppen gehen" oder "Spazieren gehen" oder "Formel 1 Abschlußtraining in China gucken".

Nach der Auslosung war klar: die meisten von uns hatten relativ schwere Gegner abbekommen.
Felix musste gegen den nimmermüden Kämpen Klickers Fritze antreten und trotz seiner über 70 Jahre läßt dieser der Jugend immer noch nur sehr ungern den Vortritt. Felix hatte wenig Chancen, damit war der erste Gambitler draußen.
Heinz Wirtz spielte gegen den in letzter Zeit stark verbesserten und mit weiterem Entwicklungspotenzial ausgestatteten Alexander Gress. Nach einer relativ normalen Eröffnungsbehandlung beging Heinz den alten Fehler, Blitzlogik auf eine lange Partie anzuwenden, mit anderen Worten zu schnell zu ziehen und dabei eine taktische Feinheit zu übersehen. Numero Zwo dahingerafft.
Sonja stand nach der Eröffnung schlecht, schien sich aber gegen Martin Morgenstern so allmählich wieder zu berappeln, um dann doch nach langem Kampf mit einem groben Fehler die Partie wegzuschmeissen.
Wladi spielte gegen einen Vertreter der Gambit wohlbekannten Familie Müller, und zwar gegen die Chefin höchstselbst. Er erarbeitete sich leichte Vorteile und gewann einen Bauern. Die Stellung war aber nicht so klar, als das dieser Materialvorteil durch reine Technik in einen Gewinn umzumünzen war. Trotzdem hatte Wladi aber natürlich die vorteilhaftere Stellung.
Unvermittelt bekam Wladi Höhenangst — was kann nicht auch alles passieren in solchen Stellungen, inbesondere wenn man etwas weniger Zeit hat — und bot der Müllerin Remis an. Er entschied er sich damit für den (leider nur vorläufigen) Spatz in der Hand, wohl auch in Gedanken an den DWZ-Zuwachs, den ein Unentschieden gegen einen weit höher gerateten Gegner bringen mag. Ich sach zwar immer: "Kämpfe es aus, nur dann lernst du was und spürst was Schach bedeutet", aber da ich selber oft genug gegen diese Regel verstoße, wollen wir mal Fünfe gerade sein lassen.
In der darauffolgenden Schnellschachpartie hatte Wladi gleich eine ganze Figur mehr, zog aber dann in einer entscheidenden Phase der Partie á tempo und damit zu schnell, um die Probleme mit einer kleinen freischwebenden Bauernkette lösen zu können. Draußen.
Blieben nur noch Axel und meine Wenigkeit.
Axel spielte gegen Uwe Marburger aus Wadern und nach kurzer Zeit stand das Brett in Flammen. Beide Flügel waren aufgerissen und es strotzte nur so von Doppelbauern auf beiden Seiten. Axel stand dabei sehr passiv und man bekam den Eindruck, dass ihm die größeren Gefahren drohten. Aber wie so oft im Schach wendete sich das Blatt. Axels Gegner bekam seinen Angriff nicht in nen Griff und er vergriff sich schließlich.
Ich hatte es mit Wolfgang Kupsch zu tun. Nicht das erste Spiel, das ich gegen ihn spielte. Wir trafen schon einige Male bei den saarländischen Einzelmeisterschaften aufeinander. Ich hatte Weiß und es kam zu einer Variante des Russischen. Mein Plan war, auf seinen schlechten weißen Läufer und auf die e-Linie zu spielen und deshalb bot ich einen Großtausch von Dame + Leichtfigur + Turm an. Er ging darauf ein. Leider sah es dann aber doch nur nach einem federleichten Vorteil für Weiß aus. Als ich mich anschickte, in tiefes Grübeln zu verfallen, stellte mein Gegner unvermutet einen Bauern ein. Danach war es mit jeweils einem verbleibendem Turm und einem allmählichen Vorrücken meiner Bauernmehrheit am Königsflügel relativ einfach, den vollen Punkt einzufahren.  Andreas Hauer
(nach oben)

Deutsche Schnellschacheinzelmeisterschaft 2007

Saarlandpower — Vier auf einen Streich

Gleich vier Saarländerinnen und Saarländer nahmen an der diesjährigen Deutschen-Schnellschach–Einzelmeisterschaft der Männer und Frauen am 21./22.09.2007 in Bad Lauterberg teil. Gespielt wurde im Kurhaus, wo die Männer– und Frauenmeisterschaft zeitgleich ausgetragen wurde. Die Bedenkzeit war 30 Minuten pro Partie und Spieler.

(Weitere Fotos findet ihr hier)

Elf Mal (6 Runden samstags und 5 sonntags) konnten die Vier von der Saar, das waren Elke und H.-G. Müller von den SF Wadgassen/Differten sowie Oliver Huth und meine Wenigkeit, beide SC Gambit 89 ihr Können unter Beweis stellen – und das war durchaus vorzeigbar.
Kein Wunder, waren wir doch nach einem gemeinsamen und superschönen (für Insider „schön, schön, schön“) Kurzurlaub im Harz frisch erholt und gewappnet gegen die deutschen Spitzenspieler.
Noch am Freitag vor dem Turnier bestiegen wir den Brocken, eines der landschaftlichen Highlights (oder zu deutsch Höhepunkten, passt ja fast wörtlich) im Lande der Dichter und Bänker und ließen uns von deren Impressionen auch geistig beeinflussen: So bestieg anno 1824 Heinrich Heine an einem nebligen Herbsttag denselbigen und schrieb nach seiner anschließenden Übernachtung im Brockenhotel in das Gästebuch folgenden legendären Vierzeiler:

Viele Steine
müde Beine
Aussicht keine
Heinrich Heine.

Hätte man uns gelassen, hätten wir uns auch im Gästebuch wie folgt verewigt:

Wetter gut
Oliver Huth
Aussicht toll
Sonja Noll
Ein echter Knüller
Elke und HG Müller

Man sieht: Reisen bildet, die Höhenluft tut ihr Übriges und befreit den Kopf von unnötigem Ballast, so dass wir uns unbekümmert und voller Tatendrand ans Werk zur Deutschen Meisterschaft machen konnten.

Fangen wir mal bei HG’s Ergebnissen an:
Er spielte immer im Bereich der 50%-Marke an Punkten im guten Mittelfeld mit. (Am ersten Tag machte er 3 aus 6 gegen einen ELO-Schnitt von über 2400.) Hätte er die letzte Partie nicht unnötig (seine Worte) verloren, wäre bei einem Remis ein für seine Spielstärke hervorragender 15. Platz herausgesprungen. Schließlich gab es nur 10 der 32 Spieler, die eine bessere Buchholzwertung hatten.
Seine erste Partie gewann er übrigens in der 2. Runde gegen den jungen, aufstrebenden FM Stefan Frübing (2327), der gerade in Budapester GM-Tunier seine erste Norm erreicht hat (s. September-Rochade) und als größtes Nachwuchstalent in Brandenburg gilt.
Danach folgten drei Gewinnpartien gegen internationale Meister, das ist mehr, als HG sonst normalerweise in einem ganzen Jahr gelingt. Nicht umsonst nannten wir ihn während des Turniers „IM-Killer“. Letztendlich landete er mit beachtlichen 5 aus 11 Punkten auf Rang 22 und war somit bester saarländischer Teilnehmer.

Kommen wir nun zu Oli:
Er bekam noch kurz vor Turnierbeginn einen Freiplatz, damit war eine gerade Teilnehmerzahl bei den Männern gesichert. Dass er sich keine all zu große Hoffnung machen durfte, war klar, aber ich kann mich noch gut an seinen Spruch vor der ersten Runde erinnern: „Die kochen auch alle nur mit Wasser!“ Soweit so gut, doch vermutlich war das Wasser seiner Gegner wohl doch einen Tick heißer als seins.
Der letzte Platz ist allerdings keine Schande, immerhin war er mit hohem Abstand der DWZ-schwächste Spieler im Teilnehmerfeld und schließlich hat er sich ja zwei Unentschieden ergattert, eins z. B. gegen den starken IM Boidmann!
Oli hat mich explizit darum gebeten, hier noch zu schreiben, warum er so schlecht abgeschnitten hat. Es lag selbstverständlich nicht an seiner mehr oder weniger grandiosen Spielweise, sondern an seinem Tageshoroskop, welches am ersten Spieltag in der Zeitung mit den vier großen Buchstaben abgedruckt war.

Der Text war folgender: “Was immer Sie machen – es klappt nicht, es ist der Wurm drin. Am schlimmstem aber ist, dass Sie sich auch noch selber fertigmachen. Lächeln Sie! Dann mögen Sie sich auch ganz schnell wieder!”
Ja ja, unser Oli, so kennen wir ihn. Was soll ich sagen, besser eine schlechte Ausrede als keine. Gelle?


Meister bei den Herren wurde übrigens Karl-Heinz Podzielny mit 1,5 Punkten Vorsprung.

Ich selbst bin ebenfalls sehr zufrieden mit meiner Leistung. Gleich in der ersten Runde kam ich gegen die amtierende Deutsche Meisterin Ljubov Kopylova, die in diesem Turnier auf Platz Drei gesetzt war.
Na prima, dachte ich mir, das fängt ja gut an. Aber gemäß meines Leitsatzes: “Ich habe keine Angst vor meinem Gegner - und Respekt schon mal gar nicht!” legte ich los.
Wider Erwarten habe ich das Endspiel, nachdem Ljuba mein Remisangebot abgelehnt hatte, sauber runtergeblitzt und konnte die Partie für mich entscheiden. Was für ein Auftakt! Voller Tatendrang ging auch der zweite Punkt an mich. Zwei aus zwei - Suupie!
In der dritten Runde kam ich gegen die spätere Turniersiegerin Vera Jürgens. Sie zeigte mir, wie Schach gespielt wird und hat mich abgezogen. Ich konnte allerdings noch lange und gut mithalten.
Partie Nr. 4 gewann ich dann wieder und die fünfte Partie war m. E. die einzige, in der ich die Eröffnung so richtig schön verbockt und die Partie somit in den Sand gesetzt habe. Die letzte Partie des Tages hätte ich für mich entscheiden können, aber ich war ehrlich gesagt ganz schön platt, hatte ich doch fast jede Partie rund eine Stunde lang gekämpft. Nichts desto trotz konnte ich mich mit meinen drei aus sechs Punkten zur Halbzeit durchaus sehen lassen - gerade bei diesem Teilnehmerfeld!
Gleich in der ersten Partie am Folgetag habe ich gegen Brigitte von Hermann meine bessere Stellung überzogen und wollte unbedingt mit der Brechaxt ins gegnerische Lager. Das Ergebnis war ein Eigentor.
Es folgten dann noch ein Sieg und ein Remis und schon hatte ich 4,5 Punkte - und das gegen ausschließlich stärkere Gegnerinnen. Noch einen Punkt von der 50 %-Marke entfernt (was mir übrigens den 8. Platz beschert hätte) – cool!
In der letzten Runde wurde ich dann runtergelost gegen eine Spielerin mit nur 2,5 Punkten und unwesentlich besserer DWZ als meiner. Nach Elke’s aufmunterndem Spruch „Ei jo, die packschde locker!“ musste es ja dann so kommen wie es kam. Ich, selbstverliebt, stolz auf meine bisher erreichten Punkte, war während der Partie gedanklich schon einen Artikel am schreiben über mein 50 %-Ergebnis auf der Deutschen.
In die Stellung gekuckt? Überlegt? Nöö, Fehlanzeige! Na ja, immerhin reichte es im Endergebnis für Rang 13. Auch nicht schlecht.

Remis-Königin unter den Saarländerinnen, Elke, hat genau so viele Punkte gemacht wie ich (5 Remis, 2 Siege), hatte aber die schlechtere Buchholz-Wertung. Endresultat: einen Platz hinter mir! Ätsch! Hihi!

Zu erwähnen sei an dieser Stelle auch die Glanzleistung der erst 11 Jahre alten Daniela Schäfer. Sie kam auf stolze 3,5 Punkte in diesem Turnier, auch Elke konnte nur ein Remis gegen sie rausholen.

Wie schon oben angemerkt wurde bei den Frauen Vera Jürgens Erste. Über den Titel musste ein Stichkampf zwischen ihr und Sandra Ulms entscheiden.

Wir vier von der Saar hatten auf alle Fälle ein paar richtig schöne Tage und werden bestimmt noch lange an diese Meisterschaft denken. Es war einfach „schön, schön, schön“! Für alle Daheimgebliebenen die Fotos.

Die Endtabellen und Rundenergebnisse findet Ihr übrigens hier.  Sonja Noll
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Deutsche Ländermeisterschaften 2007

Die deutschen Ländermeisterschaften im Schach wurden 2007 in Verden an der Aller ausgetragen. Jedes Bundeland kann eine Mannschaft stellen. Wie kann es auch anders sein, unser Wladi gehörte zur saarländischen Truppe. Leider lief es für das Saarland nicht ganz so optimal. Mehr soll an dieser Stelle nicht berichtet werden. Für weitere Infos kann der oben angegebene Link angeklickt werden.
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Mainz Chess Classics 2007

Das bisherige Highlight dieses Jahr waren die Mainz Chess Classics. Man konnte viele Stars der Szene wie Anand, Aronian, Iwantschuk, Grischuk, ... hautnah erleben. Von Gambit nahmen am Schnellschachturnier teil:

  • Harald Wagner
  • das Gambit Urgestein Axel Pocivalnik, aktuell aktiv in Heusweiler
  • Felix Hohlstein
  • Wladimir Panfilenko
  • Andreas Hauer.

Fotos und den Turnierbericht von Wladimir Panfilenko findet man hier.
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Mehlingen 2007

Wie jedes Jahr fand auch dieses Jahr im Juni die Westpfalz Open in Kaiserslautern/Mehlingen statt. Das Turnier ist von Saarbrücken aus gut zu erreichen und strahlt eine absolut angenehme Atmosphäre aus. Von Gambit nahm eine stattliche Truppe teil:

  • Christoph von Brochowski
  • Andreas Hauer
  • Erich Mootz
  • Wladimir Panfilenko
  • Axel Pocivalnik.

Nach 4 ereignissreichen Tagen fuhren wir reich beladen wieder gen Saarbrücken. Im Körbchen befanden sich: ein DWZ-Preis (Andreas) sowie ein Jugend (Wladi)- und Seniorenpreis (Christoph). Zu guter Letzt wurde noch ein Präsentkorb verlost, den Eric netterweise gewann und brüderlich mit Axel teilte.
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Saarländische Einzelmeisterschaften 2007

Auch hier war Gambit zahlreich vertreten. Folgende Mitglieder spielten mit:

  • Heinz Wirtz (Senioren)
  • Edgar Huffer (D -Turnier)
  • Dimitrij Morenko (B -Turnier)
  • Eric Mootz (B -Turnier)
  • Felix Hohlstein (B -Turnier)
  • Roland Kaum (B -Turnier)
  • Bernhard Wagner (A -Turnier)
  • Wladimir Panfilenko (A -Turnier)
  • Axel Pocivalnik (A-Turnier)
  • Andreas Hauer (Meister B -Turnier)
  • Jens Barmbold (Meister A -Turnier) .

Weitere Infos findet man auf den Seiten des saarländischen Schachverbandes.
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Schwalbach Weihnachtsopen 2006

Auch hier waren wir zahlreich vertreten. Anbei ein Bericht von Oliver Huth.

"Vom 26.12. bis 30.12. fand zum nunmehr vierten Mal das Schwalbacher Weihnachtsopen statt, mit der Rekordbeteiligung von exakt 100 Teilnehmern. Gambit Saarbrücken stellte dabei mit 7 Teilnehmern den zahlenmäßig drittstärksten Verein hinter Riegelsberg und Heusweiler. Hier muss man noch anmerken, dass Axel Pocivalnik (mittlerweile Heusweiler) und Pascal Bentout (gleichzeitig Forbach) für Gambit starteten. Dazu kamen Andreas Hauer aus der ersten Mannschaft, Felix Hohlstein, Eric Mootz und Wladimir Panfilenko aus unserer dritten Mannschaft, sowie meine Wenigkeit.
Die erste Runde startete pünktlich um 17:00 Uhr am zweiten Weihnachtstag. Die meisten Partien verliefen planmäßig, eine der wenigen Ausnahmen schaffte Wladi, der gegen Jörg Klein (DWZ 1990, ELO 2139), den Position 8 gesetzten Spitzenspieler von Saarwellingen, ein Remis erzielen konnte. Auch Axel stand gegen Ronny Müller (SVG Saarbrücken, DWZ 2147, ELO 2153) lange sehr gut. Leider hat es am Ende nicht gereicht, hier setzte sich die Routine des Oberligaspielers durch. Erwartungsgemäß gewannen Pascal gegen seinen Forbacher Vereinskollegen Aymeric Hehn (ELO 1560), Andreas gegen Katrin Freis (GEMA IGB DWZ 987) und Oliver gegen Elisabeth Alt (Riegelsberg DWZ 839). Normal auch die Niederlagen von Eric gegen Fritz Klicker (Riegelsberg DWZ 1903, ELO 2009) und Felix gegen Rolf Tammert (Würselen DWZ 1864, ELO 2001).
Am 27.12. wurde vormittags die erste Doppelrunde gespielt. Auch hier gab es keine nennenswerten Überraschungen, lediglich der aktuelle Saarlandmeister Hendrik Tabatt (Schwarzenbach, DWZ 2265, ELO 2228) stand gegen den Schwalbacher Jugendspieler Carsten Becker knapp vorm Verlust. In höchster Zeitnot übersah Carsten ein mögliches vierzügiges Matt und Hendrik rettete sich mit einem letzten Trick vor der drohenden Niederlage. Andreas verlor erwartungsgemäß gegen Ronny Müller und Oliver ließ gegen Adolf Schmitt (SF Hülzweiler, DWZ 1747, ELO 2074) nach über fünfeinhalb Stunden in Zeitnot und stark remisverdächtiger Stellung einzügig seinen Turm stehen. Wladi konnte an seine gute Form vom Vortag noch nicht anknüpfen und musste sich gegen Joachim Hase (Heusweiler, DWZ 1384) mit einem Remis zufrieden geben. Siege gab es für Pascal gegen Franz Johnen (Eschweiler, DWZ 1657, ELO 1883), für Axel gegen Bijan Viktor Sadjjadi (SVG SLS, DWZ 947), für Eric gegen Anahita Sadjjadi (SVG SLS, DWZ 763) und für Felix gegen Wilhelm Bur (Mandelbachtal, bisher ohne DWZ).
Am gleichen Tag wurde dann die dritte Runde gespielt. An der Spitze marschierten alle Favoriten im Gleichschritt, die sieben topgesetzten Spieler gewannen alle auch ihre dritte Partie. Für die Spieler von Gambit war es eine sehr gute Runde, lediglich Felix verlor trotz gutem Spiel gegen den deutlich stärkeren Jürgen Raphael (Wadgassen DWZ 1980). Axel wickelte gegen seinen deutlich favorisierten Gegner Kai Mailitis ( Nastätten, DWZ 2059, ELO 2148) sehr schnell in ein Endspiel ab, in welchem es für beide keine reellen Gewinnchancen gab und einigte sich auf Remis. Eric stand gegen Jörg Kessler (Wadgassen (DWZ 1709, ELO 1860) zwar besser, hatte aber keinen genauen Gewinnplan und akzeptierte das Remisangebot seines Gegners. Sichere Siege gab es für Pascal gegen den Schwarzenbacher Oberligaspieler Ulrich Wolf (DWZ 1894), für Andreas gegen Jens Meyer (Heusweiler DWZ 1522) und für Oliver gegen Joachim Hase (Waldis Gegner vom Vormittag). Eine Überraschung war der Sieg von Wladi gegen Sonja Noll (GEMA IGB, DWZ 1750, ELO 2049), wobei Wladi die Partie zuerst klar dominierte, den möglichen Gewinn in der Folge allerdings auslies. Stattdessen gelangte Sonja zu klarem Vorteil, doch auch sie fand die richtige Fortsetzung nicht. Am Ende ließ sie ein mögliches Dauerschach aus und Wladi beendete die Partie mit einer schönen Mattkombination.
28.12., Tag drei, die vierte Runde und die ersten kleinen Überraschungen an der Spitze: FM Stephan Becking (Illingen, DWZ 2346, ELO 2393) verlor gegen Dmitry Goriachnik (Trier, DWZ 2232, ELO 2279) und auch Hendrik Tabatt verlor gegen Helge Rückert (Illingen, DWZ 2081, ELO 2174). Ein weiterer sehr guter Spieltag für Gambit, denn zum ersten und leider auch einzigen Mal blieben wir alle ungeschlagen !!! Gewonnen haben Axel gegen Jörg Kessler (Wadgassen) und Felix gegen Jana Puffay (Heusweiler (DWZ 812). Die übrigen fünf Partien mit Beteiligung unserer Spieler endeten (gegen durchweg stärkere Gegner) alle Remis. Im Einzelnen waren dies: Pascal (mit Schwarz) gegen den Illinger Oberligaspieler Markus Biegler (DWZ 2066, ELO 2130), Andreas gegen den Saarwellinger Jörg Klein, wobei Andreas lange klar besser stand, Wladi gegen Konstantin Braun (Völklingen, DWZ 1738, ELO 1954), auch hier stand Wladi lange besser, Eric gegen Wolfgang Bender (Völklingen, DWZ 1900, ELO 1992) und Oliver gegen Stefan Langenfeld (Fallersleben, DWZ 1864, ELO 2046), wobei ich mir dieses Remis hart erarbeiten musste, denn nach einem Rechenfehler meinerseits geriet ich völlig unnötig unter Druck und musste sehr exakt rechnen, um alle Drohungen abzuwehren und nach weit über fünf Stunden das Remis zu retten.
29.12., die zweite Doppelrunde stand an und es gab eine weitere Überraschung an der Spitze: Die Nummer 1 der Setzliste, der für Forbach startende Tunesische GM Slim Belkhodja (DWZ 2488, ELO 2475) verlor wie am Vortag bereits Stephan Becking gegen den Moldawier Dmitry Goriachnik. Am Vormittag lief es für unsere Truppe ziemlich durchwachsen. Pascal kassierte seine erste Niederlage gegen den Illinger Helge Rückert, der damit den fünften Punkt in Folge machte, Axel war gegen Jan Bürmann (Schwarzenbach, DWZ 2070, ELO 2116) leider chancenlos und Andreas verlor durch kleine Ungenauigkeiten gegen Fritz Klicker (Riegelsberg). Eine Klasse für sich waren an diesem Vormittag die Jungs aus unserer dritten Mannschaft. Felix erzielte gegen Lukas Hubertus (Siersburg, DWZ 1716) ein verdientes Remis und Wladi behielt in für ihn schwieriger Stellung knapp sechs Stunden die Nerven, was mit einem Remis gegen den Oberligaspieler Stefan Busche (SVG SB, DWZ 2000, ELO 2086) belohnt wurde. Eric machte es noch besser und gewann sensationell gegen den Oberligaspieler Ulrich Wolf (Schwarzenbach). Oliver gewann sicher gegen Werner Weller (Ramstein-Miesenbach, DWZ 1785, ELO 1993).
Die Nachmittagsrunde endete mit einer weiteren Überraschung. In der vorletzten Partie des Tages trotzte Jörg Becker (Schwarzenbach, DWZ 2089, ELO 2113) dem GM Belkhodja ein "umjubeltes" Remis ab. Die allerletzte Partie an diesem Tag war sas Spitzenspiel der beiden bis dahin einzigen verlustpunktfreien Spieler.. Helge Rückert überzog am Ende seine bessere Stellung gegen Dmitry Gorichnik und verlor ein Endspiel, das wenigstens Remis war. Somit stand der Moldawier bereits vor der letzten Runde mit einem Punkt Vorsprung und der besten Wertung als Sieger fest!!! Licht und Schatten gab es für unsere Teilnehmer. Nach dem harterkämpften Remis vom Vormittag verlor Wladi relativ schnell gegen Martin Grünter (Zweibrücken, DWZ 1888, ELO 1950). Auch Axel hielt gegen Felix Guldner (Fischbach, DWZ 1878, ELO 2025) leider nicht lange durch. Die dritte Niederlage für einen Gambiter kassierte an diesem Nachmittag Felix gegen Pawel Kunz (Sulzbach, DWZ 1721, ELO 1693), hier war für Felix mehr drin gewesen. Eric trotzte einem weiteren vermeintlich Stärkeren ein Remis ab, diesmal hies sein Gegner Franz Johnen (DWZ 1657, ELO 1883). Pascal gewann gegen die bis dahin sehr stark spielende Janina Remy (Nastätten, DWZ 1745, ELO 1861) und Andreas ließ dem Forbacher Nachwuchsspieler Aymeric Hehn keine Chance. Ich nahm erfolgreich Revanche an Andreas Gegner vom Vormittag, Fritz Klicker. In einer wirklich guten Partie war Fritz diesmal chancenlos.
Das Finale: Hendrik Tabatt gewann gegen den als Sieger ja bereits feststehenden Dmitry Goriachnik und wurde damit punktgleich Zweiter. Ebenfalls 6 Punkte erreichten nach Siegen in der Schlussrunde am Ende Stephan Becking und Jörg Becker auf den Plätzen drei und vier. Für Helge Rückert blieb nach einem Start von 5 aus 5 bei zwei abschließenden Niederlagen leider nur der undankbar Platz 6, hauchdünn, einen halben Buchholzpunkt hinter dem GM Belkhodja der mit ebenfalls 5 Punkten den 5. Platz und damit den letzten Geldpreis ergattern konnte. Hierzu langte ihm ein Remis in der letzten Runde gegen seinen Forbacher Vereinskollegen Pascal Bentout. Wenn ich den Ausgang dieser Partie geahnt hätte, dann hätte ich meine Partie gegen den Siersburger Spitzenspieler Karsten Schwarz (DWZ 1973, ELO 1968) vielleicht weitergespielt, denn mit einem Sieg in der Schlussrunde wäre ich am Ende der lachende 5. geworden. So gab ich eine für mich deutlich besser stehende Stellung (Fritz sagt +1,12) zum Remis, denn damit hatten wir beide am Ende den Sieg in unserer jeweiligen DWZ-Gruppe sicher. Karsten gewann die U 2000 und ich die U 1800. Gambit stellte aber noch einen weiteren DWZ-Gruppen-Sieger, nämlich Eric. Er gewann die U 1400 souverän, sein abschliessendes Remis gegen den Völklinger Konstantin Braun wäre hierfür nicht einmal nötig gewesen. Wladi wurde in der DWZ-Gruppe U 1600 am Ende Dritter und sicherte unserem Verein somit auch das dritte Preisgeld. Axel einigte in der letzten Runde mit seinem neuen Vereinskameraden Holger Wittmer (Heusweiler DWZ 1348) auf ein schnelles Remis. Andreas gewann seine letzte Partie gegen Sebastian Bariani (Merzig, DWZ 1480), nur Felix kassierte zum Abschluß noch eine Niederlage gegen Eric Hesidenz (Völklingen DWZ 1514).
Fazit: Ein klasse Turnier, sowohl von der Organisation durch Franz Josef Becking und sein Team, als auch vom Ergebnis für unseren Verein.
Pascal belegte mit 5 Punkten Platz 8, leider kein Preisgeld, aber ein gutes Turnier und ein paar gewonne Pünktchen, sowohl in der DWZ, als auch in der ELO-Wertung. Andreas wurde mit 4,5 Punkten am Ende 24. Leider hat in den entscheidenden Momenten etwas das Glück gefehlt. So bleibt "nur" eine Verbesserung der DWZ um 4 Punkte. Eric erzielte sensationelle 4 Punkte, bei nur einer Niederlage, was Platz 42 bedeutet. Eine superstarke Leistung, zurecht belohnt mit dem DWZ-Preis und einer Verbesserung seiner DWZ um 75 Punkte. Darüberhinaus hat er sich eine halbe ELO-Zahl von 1868 erspielt !!! Wladi wurde knapp dahinter 48. mit 3,5 Punkten bei ebenfalls nur einer Niederlage. Genau wie Eric steigt auch bei Wladi seine DWZ um 75 Punkte. Auch Wladi hat sich in diesem Turnier eine halbe ELO-Zahl erspielt, die sogar bei 2006 liegt - Glückwunsch !!! Axel ließ nach sehr starkem Beginn am Ende leider nach, was 3 Punkte und Platz 62 bedeutet. Felix erzielte zwar "nur" 2,5 Punkte, was Platz 77 in der Endabrechnung ist, gegen durchweg stärkere Gegner hat er aber sehr gute Ansätze gezeigt und mit etwas Glück wäre noch mehr drin gewesen. Als Trost bleiben am Ende immerhin noch 40 gewonnene DWZ-Punkte. Bei mir lief es absolut fantastisch, es war das bisher beste Turnier, das ich je gespielt habe. Nur eine unglückliche Niederlage, dafür viele sichere und vor allem sauber erspielte Punkte. Sicherlich hatte ich etwas Losglück, so dass mir die absoluten Granaten erspart geblieben sind, aber mit 5 Punkten gegen gute Gegner und Gesamtplatz 11 von 100 bin ich mehr als zufrieden. Neben dem DWZ-Preis bleiben mir auch ein Zugewinn von mindestens 43 DWZ- und 17 ELO-Punkten."
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