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Gambit 89 Saarbrücken e.V.

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Verbandsliga — Spielberichte 2008/2009

Überblick

1. Spieltag: SG Merzig I - Gambit Saarbrücken II 3,5 : 4,5

Oder neue saison, neue ziele, neue spieler, neue gegner - alles neu hier oder was ??

Nicht ganz, denn gambit zwo spielt immer noch in der verbandsliga west und ein großteil der mannschaft ist ebenfalls gleichgeblieben. unser chefautor hans gerhard , mannschaftsführer bernd wagner, heinzilein wirtz und die beiden edelreservisten felix hohlstein und georg jäckels verstärken in dieser saison unsere dritte mannschaft bei deren kampf gegen den abstieg aus der bezirksliga.
dafür hat sich mit dem aufrücken von tom und meiner wenigkeit in die zweite mannschaft allerdings die zielsetzung leicht geändert. waren wir letztes jahr als aufsteiger noch froh über den klassenerhalt, so stellen wir nominell in dieser saison hinter dem saarlandligaabsteiger aus riegelsberg die zweitbeste mannschaft der verbandsliga. das ziel kann demnach auch nur platz 2 oder besser heißen, sprich wir werden alles versuchen den aufstieg zu schaffen. dieses ambitionierte ziel ist allerdings nur erreichbar, wenn es die ganze saison optimal läuft, denn es gibt in dieser liga mehrere fast gleichstarke mannschaften, die ebenfalls ein wörtchen hierbei mitreden wollen.
wie schwer die sache wird. bewies schon gleich das erste spiel der neuen saison gegen den aufsteiger aus merzig. wir spielten ohne Stéphane milutinovic und giorgos christodolou, unsere etatmäßigen spieler an brett 1 und 4 und es reichte gerade einmal zu einen hochdünnen 4,5-3,5 erfolg.
doch der reihe nach:
sonja und heinz ersetzten Stéphane und giorgos und dank sonja's limousinenservice (ihr freund stellte dankenswerterweise seinen leihwagen, einen audi mit gefühltem platz für mindestens 6 personen zur verfügung) erreichten zumindest simon und ich den spielort äußerst entspannt.
für mich war die fahrt vielleicht sogar zu entspannend, denn nach nur sechs zügen verwechselte ich in der eröffnung die zugreihenfolge, verlor so als schwarzer unnötigerweise zwei wertvolle tempi und stand (mal wieder) aus der eröffnung heraus ziemlich sch....
leicht genervt von meinem eigenen schlechten spiel genehmigte ich mir erstmal einen blick auf die restlichen partien...und siehe da, schon ging es mir etwas besser, denn unsere taktischen maßnahmen an den ersten 4 brettern schienen zu greifen. tommy hatte mit joseph getauscht und simon mit christoph und alle 4 partien standen mindestens ausgeglichen, wenn nicht leicht besser für uns. wladi an fünf, sonja an sieben und heinz an brett acht hatten ebenfalls bereits leicht vorteilhafte stellungen erreicht, es lief also gut und alles deutete auf einen klaren auswärtssieg hin.
wenig später lehnte heinz dann ein remisangebot seines gegners ab, um direkt im anschluß einen bauern zu gewinnen und ins endspiel abzuwickeln - der erste punkt schien greifbar nah.
diesen ersten vollen punkt der neuen saison strich jedoch kurze zeit danach sonja ein. deren gegner hatte sich bei einer abwicklung im mittelspiel ziemlich verrechnet, denn neben einigen getauschten figuren hatte er zwar zwei bauern und einen turm gewonnen, im tausch hierfür aber auch seine dame geben müssen - ein minusgeschäft dessen folge er sich nicht mehr zeigen lassen wollte - 1:0 für uns.
währenddessen wüteten wladis springer in der gegnerischen königsstellung und der angriffswirbel zwang diesen, in hoffnungsloser stellung, wenig später auch zur aufgabe - 2:0 für uns.
da sich auch meine stellung langsam dem ausgleich näherte schien nun endgültig nichts mehr schief gehen zu können. so oder so ähnlich dachte wohl auch tom, der in ein ungleichfarbiges läuferendspiel abwickelte, welches kurze zeit später auch schiedlich friedlich im remis endete - 2,5:0,5 für uns.
simon spielte unterdessen ein klasse angriffspartie. eine kleine ungenauigkeit ließ den gegner zwar zwischenzeitlich noch einmal kurz hoffen, simon hatte jedoch das spiel jederzeit unter kontrolle, gruppierte seine schwerfiguren um und gewann souverän - 3,5:0,5 für uns.

zwischenbilanz nach etwa 3 stunden spielzeit: alles läuft nach plan, wir führen 3,5:0,5 und stehen an den vier noch laufenden partien mindestens auf remis.
dies sah wohl auch christophs gegner so, denn obwohl er bei einem solchen spielstand wohl auf gewinn hätte spielen müssen, machte er unserm präsi ein angebot, was dieser nach kurzer überlegung auch annahm, remis an brett 4, es steht 4:1 für gambit, der erste mannschaftspunkt war uns schon mal sicher.
um den gesamtsieg perfekt zu machen, bot ich meinem gegner "natürlich" gleich ein weiteres remis an, die stellung war inzwischen auch wirklich ausgeglichen, dachte ich zumindest. mein gegner überlegte etwa eine viertelstunde und willigte dann in die punkteteilung ein - 4,5:1,5 und damit der mannschaftssieg unter dach und fach.
gerade noch rechtzeitig, denn nur wenige minuten später ließ sich heinz matt setzen, nachdem er das lange zeit für ihn besser stehende endspiel völlig unnötig versaut hatte - 4,5:2,5 für uns und joseph stand auf einmal auch schlecht. keine ahnung, wie es genau passiert war, aber er musste eine figur für zwei bauern geben und sein gegner spielte den rest souverän runter. damit endete auch diese partie mit einem erfolg für merzig, endergebnis also 4,5:3,5 für uns.

die spätabendliche computeranalyse meiner eigenen partie ließ mich dann erschaudern. während die siliziumkiste nämlich meine schlechte eröffnung noch mit harmlosen maximal 0,2 bauerneinheiten nachteil für mich bewertete, hatte ich mit meinem letzten zug (und dem damit verbundenen remisangebot) einen echten bock geschossen.
mein gegner hätte bei gutem spiel einfach in ein gewonnenes endspiel abwickeln können, in dem er entweder ersatzlos einen mehrbauern bekommt oder aber ein turmendspiel erreicht, in welchem ich eine katastophale bauernstellung hätte verteidigen müssen, laut computer etwa 1,3 bauerneinheiten nachteil für mich.
puuuuh, durchatmen - nochmal glück gehabt.
am 28.09. geht's weiter, dann zu hause gegen wadi zwo. letztes jahr ging diese partie 5:3 für uns aus, ein ergebnis das sich hoffentlich wiederholen lässt.
oliver
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2. Spieltag: Gambit Saarbrücken II - Wadgassen/Differten II 8 : 0

Diesmal nur die Schlagzeile: Ohne Gegner gewinnt's sich einfach!

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3. Spieltag: SG Merzig I - Gambit Saarbrücken II 1,5 : 6,5

Hallo Ihr Lieben, ein chaotisches, wenn auch unter dem Strich erfolgreiches Schachwochenende liegt hinter Gambit, Eurem topsympathischen, ungewöhnlichen, wenn auch etwas schludrigen Lieblingsverein aus dem Nauwieser Viertel in Saarbrigge....bevor ich aus der Verbandsliga West, in die ich am Sonntag strafversetzt wurde, zu berichten anhebe, darf ich kurz mal wieder grundsätzliches anmerken, einfach nur, damit niemand behaupten kann, ich hätte es nicht immer und immer wieder versucht......also......
EY! Wir müssen unsere Logistik verbessern! Und zuverlässiger werden! Und uns mehr absprechen! Und überhaupt.....wo soll man anfangen.....zunächst mal- unsere Dritte hatte schon wieder nur sechs Leute. Das geht gar nicht. Und wieder war es ganz bestimmt nicht Benedikts Schuld.
NOCHMAL AN ALLE, DIE SCHWER ZU ERREICHEN SIND: Man kann auch auf die Idee kommen, sich von selber zu melden, wenn ein Spieltag ansteht, deren genaue Termine auch nicht am jeweiligen Morgen von Auguren abhängig von Wolkenstand und Schwalbenflug festgelegt werden, sondern tatsächlich schon vor der Saison feststehen und unproblematisch in Erfahrung gebracht werden können, zur Not durch Nachfragen. Wer weiß, vielleicht wird man ja gebraucht, und dann weiß der Mannschaftsführer, woran er ist.
NOCHMAL AN ALLE, DIE SCHON LANGE VORHER WISSEN; DASS BESTIMMTE TERMINE NICHT GEHEN: Das kann man frühzeitig mitteilen, unsere Mannschaftsführer haben Kalender, die sie auch bedienen können.
NOCHMAL AN ALLE, DIE SICH NICHT SICHER SIND, WAS SONNTAG LOS IST: Kommt doch einfach mal vorbei, fragt nach, siehe oben. Ich weiß, das war eben redundant, aber ich schreibe gerne in Großbuchstaben, dann wird das Schriftbild nicht so unruhig.

Alle, die das Alles beherzigen: bitte nicht angesprochen fühlen, oder doch, ich tue es auch, ich bin selber oft schwierig und unzuverlässig; es hilft, sich die Regeln immer wieder vorzusagen, also, egal: bitte doch angesprochen fühlen, gilt auch für mich. Und was unsere Nachmeldungen betrifft: Könnte das jetzt mal stattfinden, BITTE? Keine Kritik, aber wir brauchen jeden Mann, jede Frau und jedes Kind, wär doch blöd, wenn die wenigen Leute, die kommen, nicht spielen dürfen, danke an die Schachfreunde aus Hülzweiler für ihr Verständnis, näheres dazu im Spielbericht von Benedikt wahrscheinlich....im Ernst, daran müssen wir immer noch arbeiten, vielleicht war ich letztes Mal zu euphorisch, nur weil es ausnahmsweise mal funktioniert hat, aber offenbar liegt immer noch manches im Argen....ach ja, auch die Regelkunde, die ich ja eigentlich drauf haben müsste, beruflich, schon, da kann ich mich auch nicht damit rausreden, dass es nicht meine Aufgabe sei, da muss sich jeder angesprochen fühlen: also, in der Dritten dürfen wir auch Bretter zwischendrin freilassen, ich hab nochmal nachgeguckt...hm....na gut, schon in zwei Wochen geht alles wieder von vorne los, womöglich sind wir dann fokussierter, in jeder Hinsicht.....
....aber kommen wir nun doch zum Sportlichen, und das ist aus Sicht der Zweiten, für die ich ja mal wieder ran durfte/musste/sollte ja nun wirklich phantastisch gelaufen, ganz echt und sarkasmusfrei, immerhin sechseinhalb gegen SVG III, gegen die wir uns letztes Jahr mit mehr Hängen und Würgen als allem anderen zu einem glücklichen vier vier geschwindelt hatten, dieses Jahr ließen wir gar nichts anbrennen, verdammt noch mal, das war richtig gut, unser Streben nach Höherem absolut gerechtfertigt, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll....vielleicht mal mit mir, ausnahmsweise? Nö, aber doch, am besten mit Wladi, Simon und mir auf einmal, chronologisch also: okay, kann man verbinden mit spieltaktischer Klugscheißerei, braucht keiner, aber es fällt mir gerade ein, und es ist mein Artikel, verflixt noch mal: gerade gegen wertungsschwächere Gegner, die es ja sogar in unseren Breiten hin und wiedergibt, gilt: schon ein BISSCHEN mehr Eröffnung machen wirkt Wunder (klar, gegen stärkere Gegner auch, aber da muss man auch Glück haben, und meistens haben die dann noch mehr gelernt, ich weiß, wovon ich rede, unter anderem deshalb sind sie ja die stärkeren Spieler, usw.), aber bei uns war es eklatant: wir alle drei hatten schnell Eröffnungsvorteil an fünf, sieben und acht und gewannen kurz hintereinander, zack, zack, zack so geht’s, und es war im Grunde alles durch Vorbereitung vorherbestimmt- schon mal nicht schlecht. Nur Sonja an sechs und die oberen vier Bretter mussten noch hart kämpfen, aber die Unseren mit einem drei Punkte Vorsprung als Nackenrolle....es ließ sich gut an....nur CVB schien geknickt, denn er war auf dem falschen Fuss erwischt worden....später kam Tommy in den Analyseraum, schaute mit uns unsere Partien durch....und erwähnte eine halbe Stunde später, dass er übrigens schon gewonnen habe, ja, danke, es sei sehr schön gewesen, und kurz darauf kam Sonja und verkündete mit berechtigtem Stolz,sie habe durch ihr Remis an der sechs den Mannschaftssieg unter Dach und Fach gebracht. Sieg! Wer aber jetzt glaubt, die verbliebenen drei Bretter würden einen Gang zurückschalten, der sah sich getäuscht, was nur für uns spricht: zwar konnte Christoph an der Vier seine Stellung nicht mehr verteidigen, aber Stéphane gelang das Kunststück, wenn auch wohl unter Ausnutzen der überzogenen gegnerischen Gewinnversuche, mit einer Dame gegen zwei Türme zu siegen, und auch Giorgos, der die ganze Zeit super gestanden hatte, verwandelte seinen Endspielvorteil souverän- das Endergebnis war unter Dach, Fach und Sonnenschirm. So kann es weitergehen! Die Zweite ist auf dem Weg nach ganz oben- nur die Überheblichkeit ihrer Berichterstatter kann sie noch stoppen. Im Ernst: die Liga geht jetzt erst los, noch viel ist zu tun, aber bis hierhin wurde die Pflicht erfüllt. In den anstehenden noch schwereren Aufgaben gilt es: weiter hart und konzentriert arbeiten, jahrelange Führungsspieler nur auf die Bank verbannen, wenn das Bier billig ist, und punkten, pumpen, klumpen. Oder so ähnlich. Vom Ersatzmann dafür alles Gute, viele Grüße, ich muss nächstes Mal wohl wieder für die Dritte genau da spielen, wo ich auch diesmal war, nämlich in der Paul-Marien-Straße, vielleicht ein gutes Omen.....gebt alles, Ciao, Hans

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4. Spieltag: Gambit Saarbrücken II - Siersburg

Erfolgsserie des Gambit Zwo geht weiter: Gegen starke Siersburger erkämpfen wir uns ein 4 zu 4

Es war das wohl bisher schwerste und auch knappeste Spiel der Saison.
Beide Mannschaften traten annähernd in Bestbesetzung an (ledeglich Siersburgs 7 und 8 waren Ersatzleute, unser Team hatte sich an 8 Heinz aus der Dritten ausgeliehen) und es dauerte knapp drei Stunden bis das erste Spiel beendet war.
Ich war an 7 in der Lage meinem Gegner ein paar Zentrumsdoppelbauernisolanies aufzuhalsen, ein positioneller Nachteil den er mit zunehmender Zeitnot nicht mehr kompensieren konnte.
Kurz darauf endete Simons Spiel remis. Obwohl er mit Weiß eine vielversprechende Angriffsstellung erreicht hatte, musste er dazu fast seine gesamte Bedenkzeit investieren und wollte in den ihm verbleibenden zehn Minuten (für etwa genauso viele Züge) nicht das Risiko eingehn fehlzugreifen.
Trotz unserer zwischenzeitlichen Führung war die Lage jedoch immer noch heikel:
Giorgos an 4 musste aufgrund einer Ungenauigkeit in einem (glaub ich) ausgeglichen Mittelspiel Dame gegen Turm geben und war am Rande eine Niederlage.
Tommi an 3 fand sich nach der Eröffnung gegen Siersburgs Nachwuchstalent Achim Wild in einer gedrückten Stellung wieder und auch am ersten Brett sah es nicht gut aus:
Stéphane stand (nach eigener Einschätzung) in einem sehr taktischen Mittelspiel (er kurz,sein Gegner lang rochiert...und beide schmeißen entsprechend Bauern nach vorne) auf Verlust. Die Stellungen von Joseph und CvB waren beide sehr verwickelt, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass da mehr als zwei Remisen drin waren.
Heinz Stellung an 8 hingegen war sehr wohl überschaubar: Ein remisliches Springer (für Heinz) gegen Läufer Endspiel mit je 4 Bauern, aber wenn man wenige Minuten später draufsah...
... hatte sein Gegner einen Mehr- und Freibauern, die Könige an jeweils unterschiedlichen Flügeln und irgendwie alles recht komplex... schaute man noch ein wenig später drauf, hatte Heinz auch noch eine Figur weniger, jedoch sein Gegner nur noch einen Randbauern und dessen Einzugsfeld war eben ein weißes, was nicht so gut mit seinem verbleibenden schwarzen Läufer harmonierte, alles geplant (im ernst jetzt!) und damit ein weiteres Remis. Es stand also 2:1... aber dennoch war es unklar wo weitere Punkte herkommen sollten.  
Doch dann drehten sich gleich zwei Spiele zu unseren Gunsten:
Nach etwas mehr als vier Stunden hatte Tommy seine Stellung durch diverse positionelle Manöver (und nicht zuletzt weil sein Gegner bei einer wichtigen Abwicklung eine Nebenvariante nicht genug berücksichtigt hatte) systematisch verbessert. Dadurch war er in der Lage bei klarem Vorteil eine Qualität zu gewinnen, worauf Achim auch sogleich aufgab. Ein wichtiger Punkt: 3:1 !!
Doch auch Stéphane hatte aus seinem scheinbar verlorenen Spiel ein klar Gewonnenes gemacht:
In einem Turmendspiel mit zwei Mehrbauern bei deutlich aktiverer Stellung und der Zeitnot seines Gegners schien ein weiterer ganzer Punkt und damit zumindest ein unentschieden greifbar nahe.
Doch Turmendspiele können manchmal so grausam sein, Stéphane zog einmal zu schnell, wollte seinen Gegner wohl zu einem Fehler zwingen, beging aber selber einen und hatte die Wahl zwischen Dauerschach oder Verlust beider Bauern. Also noch ein Remis: 3,5 zu 1,5
Und auf einmal sah es schlechter aus denn je. Gerade mal einen halben Punkt waren wir von einem rettenden Unentschieden entfernt, doch alle drei noch laufenden Partien standen glatt auf Verlust.
Als erstes gab Giorgos auf, der trotz des Damenverlustes noch erstaunlich lange dagegengehalten hatte. Anschließend traf es dann auch CvB, irgendwoher hatte er drei Bauern weniger und wußte sich nicht weiter zu verteidigen. Es stand also 3,5 zu 3,5 und es lief nur noch Josephs Partie an 2.
Es war ein Endspiel mit L+L (für Joseph) gegen L+S. Jeweils zwei Bauern standen ineinandergehakt am Königs- und Damenflügel und ein gegnerischer Freibauer im Zentrum war bereits bis zu dritten Reihe vorgedrungen. Und so schauten wir zu wie sein Gegner in aller Ruhe Figuren umgruppierte und Josephs Bewegungsmöglichkeiten immer weiter einschränkte, es schien nun nur noch eine Frage der Zeit bis der König eindringen konnte... zumal Joseph nun auch noch die Zeit davonlief.
Doch dann kam der entscheidende Fehler, ein verfrühter Vorstoß des Freibauerns nutzte Joseph um in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern abzuwickeln.
Dann schien das Remis schon sicher, als der gegnerische König unerwartet einen Bauern undeckbar Angriff, verblüfft schauten wir bestimmt ne halbe Minute aufs Brett bis wir endlich merkten: Moment mal, der König darf da gar nicht hin, der steht da doch dann im Schach!  Nach dieser kleinen Verpeiltheit  wars dann aber doch mehr als klar,da ging nix mehr, der Gegner bot resigniert Remis und damit war nach etwa fünf Stunden das 4 zu 4 geschafft.
Im Endeffekt mehr als verdient, weil hart erkämpft. Damit sind wir alleiniger Tabellenzweiter, haben die meisten Brettpunkte und gegen die momentan (mit einem Punkt Vorsprung führenden) Riegelsberger spielen wir noch, es liegt also noch alles in unserer Hand. Ende November haben wir dann auch wieder einen vermeintlich leichteren Gegner, da geht's nach Völklingen, womöglich können wir da unseren Kurs auf die Tabellenspitze fortsetzen.   

Wladi
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5. Spieltag: EP Völklingen I - Gambit Saarbrücken

im vorfeld wurde die partie svg saarbrücken III – wadern wegen der schlechten wettervorhersage verschoben und auch wir versuchten den kampf kurzfristig noch zu verlegen, was allerdings auch an unserer angespannten personalsituation lag. die schachfreunde aus völklingen lehnten eine verschiebung allerdings rundheraus ab und so standen wir am sonntag morgen kurz davor, die dritte mannschaft ausbluten zu lassen, so mies sah unsere personalsituation bis kurz vor 14 uhr aus. wladi musste wegen einer klausur absagen, stephane, joseph und jean-claude sollten in frankreich spielen, giorgos hatte ebenfalls keine zeit und simon kämpfte mit einem wasserrohrbruch in seiner wohnung. doch dann geschahen doch noch einige wunder. joseph saß wider erwarten schon in der klause, giorgos konnte seinen termin kurzfristig nach hinten verschieben und simon schaffte es gerade noch rechtzeitig, das wasser aufzuwischen und mit seinem buchstäblich letzten hemd zum spiel anzutreten. dennoch wilderten wir mal wieder bei unserer dritten mannschaft und zogen deren topscorer bernd in die zweite mannschaft hoch. die größte schwierigkeit war dann an diesem spieltag allerdings tatsächlich die an- und abreise bei ziemlichem schneefall. giorgos hatte nur die italienischen sommerreifen (marke arschiglatti) aufgezogen und so kam die halbe mannschaft mal wieder mit gut 20 minuten verspätung am spielort an. aber alles halb so wild, denn völklingen trat nur zu siebt und ersatzgeschwächt an. sonja hatte tags zuvor klassentreffen und so kam ihr der kampflose punkt gerade recht, sicherte er ihr doch noch ein paar stunden schlaf. auch bernds partie an brett sieben war bereits kurz nach verlesung der aufstellungen beendet, sein gegner ließ in der eröffnung die dame stehen. simon machte es ebenfalls ziemlich kurz, aber für seinen gegner sehr schmerzhaft, die zeichen standen früh auf auswärtssieg. in diesem sinne machten dann kurz nacheinander und noch nach weniger als zwei stunden spielzeit cvb, tom und ich remis, alle in guter stellung. lediglich joseph und giorgos zeigten wieder mal kampfgeist , was im falle von joseph zwar nur für ein remis reichte, unser grieche wurde am ende aber mit dem vollen punkt belohnt wurde. 6-2 für gambit, keine einzige verlustpartie und die heimfahrt bei schneegestöber unfallfrei überstanden, ein rundherum erfolgreicher spieltag.

Oli
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7. Spieltag: SC Turm Wadern I - Gambit Saarbrücken

wieder war es sonntag, wieder fehlten wladi und stephane, aber gegner war ja „nur“ der tabellenletzte, der zudem in den letzten spielen nie komplett angetreten war. und da unsere dritte noch reelle aufstiegschancen hatte unterließen wir es diesmal einen spieler aus eben dieser mannschaft mitzunehmen. sechs spieler plus sonja mussten dieses mal reichen. und es kam, wie es in solchen fällen immer kommt, wadern trat komplett an und zudem in bestbesetzung. mit der ersten beendeten gespielten partie lagen wir dann auch gleich 0-2 hinten, denn joseph verlor an brett 2. wenig später willigte simon grippegeschwächt in ein remis ein gegen uwe marburger und mein gegner bot mir in ausgeglichener stellung ebenfalls remis an. doch ein kurzer blick auf die übrigen partien ließ mich das remis akzeptieren, denn alle anderen vier partien standen klar auf gewinn. nacheinander gewannen dann auch sonja, cvb und tom ihre partien, es stand 4-3 für uns und giorgos spielte, wie eigentlich immer die letzte partie des tages. diesmal konnte er seinen mehrläufer im damenendspiel mit jeweils 2 bauern aber nicht mehr in einen vollen punkt ummünzen – egal, mit diesem remis hatten wir den kampf gewonnen, ende gut, alles gut, 4,5-3,5 für gambit.

Oli
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8. Spieltag: Gambit Saarbrücken - DJK Dillingen

die vorzeichen waren klar, ein sieg mit mindestens 5 punkten musste her, damit wir bei einem eventuellen ausrutscher von riegelsberg gegen siersburg dann auf alle fälle das bessere brettpunktverhältnis hätten, vor dem „finale“ um die meisterschaft und den damit verbundenen direkten aufstieg gegen riegelsberg. dementsprechend nahmen wir das match ernst, es fehlte zur bestbesetzung nur stephane, denn unser präsi hatte kurz vor spielbeginn in der klause zwar einen leichten schwächeanfall, er wollte jedoch lieber spielen, als sich daheim auszuruhen. dillingen hatte den klassenerhalt wohl schon abgeschrieben, denn sie erschienen nur zu siebt und mit zwei relativ schwachen spielern an brett sechs und sieben. da sonja extra aus köln angereist war und spielen wollte, tauschte ich mit ihr und übernahm an diesem tag den thekendienst in der klause. die spiele verliefen zunächst wie erwartet einseitig zu unseren gunsten, doch nach sonjas sieg stellte tom in zuvor guter stellung einzügig seine dame ein, joseph, cvb und vladi standen auf einmal nicht mehr unbedingt auf gewinn und von giorgos stellung mit einer geopferterten figur für reichlich angriff auf den gegnerischen monarchen war ich zwischendurch auch nicht mehr unbedingt vom vollen punkt überzeugt. doch dann entspannte sich die lage wieder, cvb gewann eine figur, simon kurz darauf die ganze partie und vladis gegner gab nach einem bauernverlust (viel zu früh) auf. dann stellte christoph jedoch ebenfalls einzügig die partie weg, es stand 4-2 für uns, giorgos stellung war unklar und joseph hatte zu diesem zeitpunkt eine qualle weniger, allerdings für einen gefährlichen freibauern. mit der zunehmenden lautstärke in der klause kamen unsere jungs besser zurecht, als die dillinger, denn nachdem josephs gegner die qualle zurück gab gewann joseph das turm- und später bauernendspiel souverän und auch giorgos behielt die nerven und gewann sein spiel, wenn auch mal wieder als „letzter“. da riegelsberg jedoch gegen siersburg ebenfalls gewonnen hat haben sie nun immer noch einen mannschaftspunkt vorsprung und damit die besseren karten. im letzten spiel am 22.03. müssen wir nun gewinnen um direkt aufzusteigen. sollte uns dies nicht gelingen bleibt aber immer noch das relegationsmatch gegen den zweiten der vlo, denn der zweite platz in der verbandsliga west ist uns nicht mehr zu nehmen.

wie man aber heute wieder gesehen hat, sind siege überhaupt nix wert verglichen mit gesundheit, deshalb müssen wir in zukunft mit cvb „umsichtig“ umgehen, damit es ihm nid mal so ergeht wie hypo.

Oli
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