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Verbandsliga — Spielberichte 2007/2008
Am Ende hängt die violette Wäscheklammer unter der grünen Wäscheklammer
Von Hans Gerhard
Zugegeben, als die schwarze, drohende Skyline der Kreisstadt Saarlouis am Horizont immer größer wurde, verstummten langsam die Gespräche in unseren zwei Mannschaftsbussen, gesteuert von Sonja und Stéphane - Danke! - und wir, die Insassen, hingen unseren jeweiligen Gedanken nach.
Der erste Mannschaftskampf von Gambit zwo in der Verbandsliga Saarland West gegen Rochade Saarlouis Nummero uno lag nur noch Minuten entfernt.
Was würde uns Liganeulinge in den prächtigen Zimmerfluchten der Christ-König-Gemeinde erwarten? Figuren aus purem Gold? Gegner in Anzügen, die hochdeutsch können?
Und tatsächlich - als wir das Spiellokal und gleichsam die neue Spielklasse betraten, dämmerte uns, worauf wir uns eingelassen hatten. In der Ecke brodelte eine Kaffeemaschine, die ein Vermögen gekostet haben muss, die Partieformulare aus Edelpapier glänzten mit den riesigen Brettern um die Wette, als unser neuer Mann an Brett zwei, Giorgios, um einen Kuli bat, wurde ihm ein Montblancfüller gereicht.
"Letztes Jahr, in der Bezirksklasse", murmelte CVB ehrfürchtig, "waren mancherorts Spiele unvollständig, und Bauern mussten durch Feuerzeuge ersetzt werden ..."
Als hätte das alles nicht schon gereicht, um uns einzuschüchtern, zupfte Wladi nervös an allen Ärmeln und lenkte unsere Aufmerksamkeit auf die Südwand des Saales, denn dort hing auf understatementverdächtigen eins zwanzig Höhe - eine Anzeigetafel. Wie in echt. In A4. Eingeschweißt, mit zwei Zahlenreihen für Heim (also die anderen) und Gast (also wir) in Halbpunktschritten Richtung Boden von null bis acht UND - echt jetzt - mit zwei verschiedenfarbigen Wäscheklammern, beide noch auf Null, die nur darauf warteten, auf die jeweils gültigen Zwischenstände geklemmt zu werden.
"Alle Wetter", schnaufte Heinz Wirtz, unser Mann an Brett acht, "eine, eine Dings, eine ... Anzeigetafel!" und spätestens jetzt war uns allen klar, dass hier in der Verbandsliga West ein ganz, ganz anderer Wind weht.
Und dann ging es auch schon los.
Premiere-Reporter würden uns bestimmt als Multikultitruppe bezeichnen, aber wir stehen dazu - Sonja kommt halt aus St. Ingbert, na und? Und ich aus Braunschweig. Geh damit um, Verbandsliga West!
Da Jean-Claude Bernier leider nicht konnte, rückte alles ab sieben (also ich) eins auf und Heinz Wirtz auf die Acht. Dieser sorgte dann auch nach etwa siebzehn Minuten und 81 gespielten Zügen (irgendwann kann man’s halt auswendig) für den ersten Punkt, alle hatten mit Remis gerechnet, aber wohl den gegnerischen Doppelbauern übersehen. Großer Respekt!
Auch Stéphane Milutinovic an drei brachte wenig später seine Zentrumsbauern überlegen zum Sieg durch, und die violette Wäscheklammer rutschte in der Gastleiste auf die Zwei. Yes!
Aber es gibt keine leichten Siege in der Verbandsliga West – El Presidente CVB konnte seine gute Stellung an fünf nicht verwerten und empfand den halben Punkt als ganze Niederlage, Sonja und Wladi standen durchwachsen bis suboptimal, wenn ich die Stellungen an eins und zwei (Josef Stephanus und Giorgios Christodolou) richtig bewerten könnte, würde ich ja selber dort spielen - keine Ahnung also, aber ich spürte: diese Aubergine war noch nicht filetiert.
Trotzdem: zweieinhalb zu einhalb (so oft hatte ich noch nie Wäscheklammern in der Hand). Für uns.
War es die Vorfreude auf Klausenkaltgetränke, die uns nachlässig werden ließ? Ich habe gepredigt, gedroht, gefleht, aber Wladi ist von seiner Skandinavischneigung nicht abzubringen - dabei sollte er wissen: Schweden können Möbel, Popmusik und Biathlon, aber ums Verrecken keine gute Eröffnung herstellen - in den Büchern nur komische Piktogramme, und irgendwann fehlt immer eine Schraube, bzw. in Wladis Fall ein Bauer, null points an "kattre", Saarlouis war wieder im Geschäft, gehässig grinste die grüne Wäscheklammer von der Eineinhalb auf der Heimleiste.
Dann aber - die vielen Gs im letzten Satz haben es angedeutet - Hans Gerhards erstes Tor für Gambit! Meine legendär - desaströse Endspieltechnik scheint sich noch nicht nach Saarlouis herumgesprochen zu haben, so dass mein Gegner mit zwei Bauern nebst Qualität weniger aufgab: dreieinhalb zu eineinhalb.
Der Kaffee schmeckt nach Auftaktsieg. Die Handflächen werden feucht.
Dann Rascheln im Nordflügel - Josef hat den halben Punkt am Spitzenbrett souverän realisiert und widmet sich fortan seiner Bildzeitung. Die Vier perfekt, das Unentschieden auch.
Aber zwei, nämlich Sonja und Giorgios, spielen noch. Da könnte doch ... und wirklich! Sonja gelingt es irgendwie, den gegnerischen Mehrturm nicht ihre zwei die Bezeichnung nicht verdienenden Freibauern aufhalten zu lassen, gar nicht einfach, wenn man drüber nachdenkt, aber hat ja auch keiner behauptet, dass es einfach würde, das Unglaubliche wird wahr, nach verschiedenen Verwicklungen, die bei zahlreichen Schaulustigen Zweifel an den FIDE - Regeln und den Naturgesetzen überhaupt auslösen, obsiegt Frau Noll und macht das Fünf Zwo amtlich - unsere Wäscheklammer hängt uneinholbar unter der Wäscheklammer von Rochade Saarlouis!
La Ola brandet durch die Räume der Christ-König-Gemeinde Saarlouis.
Als Dreingabe gelingt es Giorgios an der Zwei, seine existenzielle Zeitnot (Züge 36 bis 40 in drei Sekunden vor Ultimo) unbeschadet zu überstehen und den ganzen Punkt einzufahren: sechs zu zwei.
In Worten: Sechs zu Zwei. Auswärtssieg. Spitzenreiter. IM Normen. Das volle Programm. Unglaublich. Wir liegen einander in den Armen und warten darauf, dass Sönke Wortmann (Anmerkung des Webmasters: "bitte nicht der!") "Action" ruft, dann zwicken wir uns.
Und wachen auf. Es waren erst zwei Punkte, trotz allem, die Saison ist noch lang. Aber so kann es weitergehen. Jetzt nicht die Bodenhaftung verlieren. Den Ball flachhalten. Weiter hart arbeiten. Von Spiel zu Spiel denken. Bis in zwei Wochen. Prost.
Für Freaks noch die nackten Zahlen in einer Tabelle, die ich mit Hilfe von Word selbst gemacht habe, dann ist auch gut:
| Paarung |
Ergebnis |
| Engel - Stephanus |
1/2 : 1/2 |
| Maurer - Christodoulou |
0 : 1 |
| Ihl - Milutinovic |
0 : 1 |
| Schäfer - Panfilenko |
1 : 0 |
| Gerhard (nicht ich!) - v. Brochowski |
1/2 : 1/2 |
| Assaf - Noll |
0 : 1 |
| Jost - Gerhard (ich!) |
0 : 1 |
| Scholl - Wirtz |
0 : 1 |
(nach oben)
Aufgrund der Bitte von Schwalbach wurde das Spiel verschoben. Der Nachholtermin war der 11. November 2007. Anbei ein Spielbericht von Wladimir Panfilenko.
Ich weiß auch nicht, welcher Teil von “Wir kommen wieder, Verbandsliga West!” so schwer zu verstehen ist.
Fakt ist, den Schwalbachern wars egal, die sind überhaupt nicht drauf eingegangen oder haben die es doch nicht kapiert?
Es heißt doch einfach, dass wir gewinnen und das souverän, wie Hans es prophezeit hat, wie in den guten alten Zeiten: Ein klarer Sieg, vielleicht mit einigen Unklarheiten am Anfang, ein wenig zittern, sagen wir den ersten Punkt noch an die Gegner, Heinz macht sich nen Doppelbauer, ich spiel Skandinavisch, jemand stellt ne Dame ein — nur der Dramatik halber — und dann wie aus dem nichts. Die Wende! 7 zu 1! Sieg! Tabellenführung! Weltmeister!
Der Verlauf war also ganz klar, schon vor der Partie. So und nicht anders hätte es laufen müssen. Naja, die habens einfach nicht verstanden, Schwalbach denkt halt nur an Schwalbach und so haben sie ein eigenes Stück geschrieben und das wollt ihr gar nicht lesen, denn das macht keinen Spaß.
Ich erzähl euch lieber was an dem Tag so alles geklappt hat:
Wir waren zum Beispiel alle pünktlich an der Klause, jeder gut gelaunt, unsre Freunde aus Frankreich waren auch wieder an Bord, mit Roland Kaum hatten wir dann auch sowas wie einen kleinen Fanclub mit dabei und überhaupt war das Leben noch schön.
Die Sonja hatte sogar ein Navi und wir fuhren statt dummen 30, nur schlaue 17 Kilometer bis nach Schwalbach.
Und dort wars auch toll: Da war grad Sankt Martin und Kinder haben gesungen und ganz viele fröhliche Leute waren da und haben so einem Martinsfeuer beim Brennen zugeschaut. Schön!
Es gab auch, wie das bei Frajo immer so ist, Getränke und lecker Essen und das natürlich billig. Angenehme Atmosphäre, hat Spaß gemacht.
Vielleicht komm ich jetzt aber doch mal zu dem, was nicht so gut gelaufen ist, also hier ist sie: Schwalbachs Inszenierung des dritten Spieltags. Die war sogar so ein bisschen wie oben beschrieben, nur irgendwie ohne die Wende oder mit zu vielen Wenden, also immer grad so wie wir es nicht wollten; aber seht selbst:
Josef stand nach der Eröffnung aktiv, lies sich dann aber auf einen (laut Carsten Becker “tödlichen”) Bauernraub ein und kam daraufhin in eine ungünstige Stellung, die er dann nicht halten konnte.
An Brett zwei verlor Giorgos in guter Stellung durch einen Eröffnungsfehler einen Bauern und stand gedrückt, fing dann an zu zaubern, gewann eine Figur, konsolidierte seinen Vorteil, setze zum entscheidenden Schlag an — und wurde Matt (denn er hatte leider ein Zwischenschach und damit dreizügiges Matt übersehen).
Stéphane hatte unzählige Bauerninseln mehr (ich glaube es waren an die zwei) aber schien es in einem kniffligen Endspiel mit gleichfarbigen Läufern bei einem Remis belassen zu müssen.
Bei mir wurde es ausnahmsweise keine Niederlage, denn ich nutzte den Umstand, dass dieser Kreutzer einfach nie Lust auf Schach hat zu einem schnellen Unentschieden, wobei ich zwar kein Skandinavisch spielte, aber trotzdem herrlich schlecht stand (laut Fritz so 0,8 gegen mich).
Auch an Brett fünf konnte sich Christoph "nur" auf ein Unentschieden einigen.
Weniger gut lief es dagegen für Sonja, die aus mir leider unbekannten, aber zweifellos tragischen Umständen verlor.
Auch Bernd, der gegen Frajo, den selbsternannten "König des Bauernendspiels" in ein — wie könnte es anders sein — ungünstiges Bauernendspiel geriet, konnte an seiner Stellung nichts mehr retten.
Leider war Simon dem Trend gefolgt und hatte in einer zunächst guten Partie in ein Turmendspiel abgewickelt, bei dem jedoch sein Gegner nun durch genaueres Spiel seine beiden Türme auf die siebte Reihe bringen konnte und so einen spielentscheidenden Vorteil erlangte.
Damit stand es dann 1,5 zu 6,5 und ich weiß ja auch nicht, bleibt einfach zu hoffen, dass unser nächster Gegner sich kooperativer zeigt und mal auf unsre Drohungen eingeht. Und wenn nicht, dann zwingen wir sie, notfalls sogar durch gutes Schach!
(nach oben)
Als mich am Spielsonntag die Neugierde in die Billardklause trieb, traf ich auf eine niedergeschlagene Analyserunde. Auf die Frage nach dem Ergebnis wurde mir verklausuliert mitgeteilt, dass wenn man die Ergebnisse von Gambit II und Gambit III zusammenwirft man auf ein 9 zu 7 für Gambit kommt. Wenn man dann allerdings das 7 zu 1 von Gambit III gegen Spiesen abzieht, steht ein niederschmetterndes 2 zu 6 von unserer 2. Mannschaft gegen die starken Siersburger zu Buche.
Leider hat unser Hausautor Hans Gerhard auch verloren. Als ich ihn am Sonntag zum letzten Mal sah, waren seine Haare zerzaust und er beklagte sich bitterlich über sein Spiel.
Trotzdem hoffen wir, dass er nach einer sicherlich schwerenötigen Downzeit sich aufraffen wird, um einen ohne jeden Zweifel deprimierenden Spielbericht zu schreiben...
Hans unser talentierter Wortgeiger ist endlich aus der Versenkung aufgetaucht. In seinem Gepäck ein verzweifeltes Stück Schachleben. Bitte nehmt Anteil:
So, am Anfang haben noch alle gelacht, besonders ich, und die Laune war auch bestens, wie man meinem launigen Erstrundenbericht ja wohl auch angemerkt haben dürfte, so ist das eben, wenn man Erfolg hat, schreibt sich alles viel einfacher, geht auch schneller, an alle SORRY, aber ich werde an mir arbeiten, disziplinär UND (was mindestens genauso wichtig ist offensichtlich) schachlich, weil das war ja gar nichts, Hochmut kommt vor dem Fall bekanntlich, auch dafür sorry ans Team, ich weiß, dass ich erst als Dritter verloren habe, aber nur deshalb, weil ich für meine miesen Züge auch noch länger gebraucht habe, OH GOTT, aber was hilfts, Mund abputzen, trotzdem Bericht absetzen, der wäre dann in etwa so…
….sans les joueurs francais traten wir an, auch ohne Sonja, die um die deutsche Meisterschaft blitzte, und so lernten sich die von den ersten Brettern und die von der Bank mal kennen, richtig so, mannschaftliche Geschlossenheit ist essentiell, weiß man ja, in der Rückschau können wir vielleicht was lernen, aber erstmal muss uns das Recht zugestanden werden, geschlossen deprimiert zu sein, also, wie gesagt, deshalb wird der Bericht wohl auch etwas kürzer werden, worüber sollte ich auch lästern außer über uns selbst, besonders über mich, und das wird ja dann auch irgendwann langweilig, das Haus der Parität kennt ja auch jeder inzwischen, die Anfahrt war ja individuell verschieden, kann man gar nichts zu sagen, aber egal, ich stand also direkt breit, blickte erschrocken auf und musste feststellen, dass Heinz und Christoph schon verloren hatten, drei null, alles entschieden, um so tiefere Verbeugungen vor den anderen, die trotz allem dagegenhielten, was aber auch nur zum Teil belohnt wurde, Giorgos wurde mattgesetzt, wenigstens eine tolle Partie mit lehrreichem Inhalt, wie wir später in der Klause sehen konnten, die Analyse hinterher war das schönste an dem Tag, und auch da war ich gemischt gelaunt, aber egal, vier null, als Eintracht Braunschweig Fan bin ich zwar einiges gewöhnt, aber dass man dann selber schon so anfängt….WAS FÜR EIN MURKS!!!!
Ich bin immer noch sauer, aber trotzdem muss man versuchen, fair zu bleiben, ich bin sicher, mein Gegner ist ein guter Schachspieler, ich hätte ihm nur gerne Gelegenheit gegeben, das auch unter Beweis zu stellen….aber ich will nicht immer wieder von mir anfangen…denn wir machten ja auch Punkte, und schöne dazu:
Simon siegte überlegen, Felix vielleicht am Ende etwas glücklich, aber Beharrlichkeit muss auch belohnt werden, leider konnte Wladi seine positionell (André Oberhofer) unterlegene Stellung nicht verteidigen, Respekt aber vor Käpptn Bernd, der standesgemäß das sinkende Schiff als letzter verließ und seine Gewinnversuche bei hoffnungsloser Zeit mit dem ganzen Punkt bezahlte, gleichwohl: es wars wert.
Tja, uns bleibt, menschlich und schachlich an der Niederlage zu reifen, in Zukunft schneller mit der Schmach umzugehen, wenn man einen Bericht schreiben soll, vor allem aber den Gegnern aus Siersburg herzlich zu gratulieren: auch einen Gegner, bei dem einige falsche Füße morgens auf dem Teppichboden landen, muss man erstmal so souverän weghauen, und genau das ist passiert.
Schon bald geht es gegen Schwalbach/Holz, was eine gute Überleitung zur Sportreporterphrase des Monats ermöglicht: da ist Wiedergutmachung angesagt. Wir kommen wieder, Verbandsliga West! Hans Gerhard
(nach oben)
Zwei Kraftfahrzeuge aus Deutschland und Frankreich entführen zwei wertvolle Punkte aus dem kalten Wadern, welches ganz woanders liegt, als ich vorher gedacht hatte
Ein Bericht von, wer könnte es anders sein, Hans Gerhard.
Okay, meine Überschriften sind vielleicht etwas lang, aber dafür ist auch ne Menge Wahres drin, ich meine, gut, natürlich haben streng genommen nicht die Autos die Points geholt, sondern die Insassen, also wir, Gambits zweite, in unserem vierten Spiel in der Verbandsliga West Mitte November, mal wieder gewonnen also, gut zu wissen, dass es noch geht, aber der Reihe nach ...
Es ist Sonntag Mittag, Billardklause, Saarbrücken, alle sind nüchtern und reizbar, Unsicherheit herrscht, ein Mannschaftskampf auswärts steht an, und irgendwie fehlen noch ganz viele, die die da sind, telefonieren mit den Abwesenden, Nummern werden gesucht, Zusicherungen gegeben („bin unterwegs“….“Comment? Aujourd’hui? Vraiment? Attendez, j’arrive.“...“Wie, auswärts? Ich stehe hier am Haus der Parität.“... so was halt.
Mal ganz im Ernst: Das können wir dem armen Bernd nicht noch mal antun, nächstes Mal bitte alle pünktlich sein, weiß zwar nicht, wie das auf französisch heißt, aber das krieg ich noch raus, und dann je vais surtirer autres côtés, wenn Ihr versteht was ich meine ... aber es hat ja mal wieder gerade noch geklappt, wir konnten unsere Ausfälle Giorgos, Wladi und Jean-Claude durch Heinz, Simon und Schorsch ersetzen, was übrigens auch bedeutet, dass inzwischen (bis auf Jean-Claude) jeder aus der Aufstellung schon mindestens einen Einsatz hatte, und das ist super, so soll es doch sein.
Um zwanzig vor drei verließen also zwei Autos, pilotiert von Josef und Heinz die Johannisstraße auf dem Weg nach Wadern. A propos Wadern: ich hatte das ja bei Merzig verortet, so rein gefühlsmäßig, aber gut, ich bin ja auch kein Navi, gut dass wir Kartenmaterial dabei hatten, also für alle, die da vielleicht mal Urlaub machen wollen: Wadern liegt nicht bei Merzig, sondern von hier aus genau nördlich, ich sag mal so grobe Richtung Riegelsberg, und dann halt noch weiter, bis einer sagt „Ich glaube es ist die nächste, also nicht die, aber die, die danach kommt, hinter der, die gerade war, beziehungsweise noch nicht ganz, aber ich guck lieber noch mal ... “.
Da dann raus, und dann ist es beim Hallenbad. Also das Spiellokal von Turm Wadern.
Die Autobahn war komplett leer, so dass wir durch ein kleines Race zwischen Wagen Wirtz (Schütz, Noll, Jäckels) und Voiture Stefanus (Milutinuvic, v. Brochowski, Gerhard) schon mal das Adrenalin in Gang bringen konnten, immer wieder ein Genuss, freundlich winkend an dem WirtzHeizungsAuto vorbeizuschweben und die schreckensverzerrten Gesichter der Insassen durch die beschlagenen Scheiben zu erahnen, ihre Münder weit aufgerissen zu unhörbaren Schreien ...war nur Spaß!
Wir haben die Schreie gehört, aber was hätten wir denn machen sollen? Heinz fand wohl den dritten Gang, und danach wart Ihr viel zu schnell ...
Trotz unserer wilden Jagd waren wir eine halbe Stunde zu spät an besagtem Hallenbad, aber die Schachfreunde von Turm Wadern hatten die Uhren noch nicht angestellt. Chapeau, fairplay, die Jungs haben auf jeden Fall was gut bei uns, würd ich sagen. UND ich durfte den Kuli behalten! Wie geil ist das? Danke!!
Also Anpfiff, und natürlich ging erst mal alles schief.
Heinz wurde an sechs auf dem falschen Fuß erwischt und verlor.
Sonja und ich, das muss man sagen, vergurkten die Eröffnung, lange Gesichter bei den Weitgereisten. Mal wieder ein Griff in die sanitären Anlagen des Nordsaarlandes?
Aber nein, es ging ein Ruck durch die Mannschaft, wir kämpften uns wieder zurück ins Spiel, endlich war die Magie des ersten Spieltags wieder da: Stéphane drehte an zwei das Blatt in seinem unkonventionell behandelten Sizilianer und gewann, Schorsch nutzte an acht seinen ersten Einsatz zum ersten Sieg, und zwar ganz souverän: stark!
Es ist die Bank eines Teams, die die Qualität bestimmt! Plötzlich lagen wir zwei eins vorne, und Simon an sieben stand richtig gut, Josef an eins ebenfalls.
Und ich, an fünf? Wie gesagt, die französische Eröffnung (mal wieder) völlig vergeigt, Bauer weniger, Kompensation keine, ich hatte schon mit allem abgeschlossen, als ich plötzlich dachte: Ach verdammt, wenn dieses ganze Gedöns mit Nachdenken über gute und schlechte Läufer, schwache Felder, Bauernstruktur und so weiter doch nur dazu führt, dass ich die Klötze wegstelle, dann kann ich es auch lassen und so spielen, wie ich es immer getan habe, nämlich intuitiv und gemein, und wirklich: schon meine erste, der Spielklasse eigentlich unwürdige Falle funktionierte, ich gewann eine Figur und kurze Zeit später die Partie, okay, reines Glück und unverdient wie nur was, ist mir klar, ich bin da nicht stolz drauf, aber wisst Ihr was? Ich habe auch schon mal Pech gehabt und unverdient verloren, die Mannschaft ebenfalls, und deshalb habe ich auch kein schlechtes Gewissen.
Es gleicht sich alles wieder aus, sagt Franz Beckenbauer, der Kaiser, und was für Volleyball gilt, gilt auch für Schach. So. Drei eins für uns.
Tschuldigung, Simon hat soeben seine ganz starke Stellung aus der Eröffnung heraus (so geht’s doch auch!) zum vollen Punkt umgewandelt: vier eins. Glückwunsch. Jawollja!
Gleichen wir heute unser Punktekonto aus? Drei Partien laufen noch, und es müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn ...naja, so richtig auf Gewinn steht keiner, Josef steht zwar gut, aber Sonja schlecht, und Christoph unklar, sage ich mal, weil ich es nicht besser weiß.
Es wird noch einmal eng: Sonja kämpft bravourös, kann aber nichts mehr retten und verliert, vier zwei für uns.
Dann aber die Stunde des Patriarchen: Christoph wickelt raffiniert in ein gewonnenes Endspiel ab, sein Gegner lässt sich den „entfernten Freibauern“ (so nannte Simon das Motiv, wird schon stimmen), nicht mehr zeigen, fünf zwei, der Sieg perfekt. Wichtig!!
Josef an eins steht verwickelt, wahrscheinlich besser, sein Gegner gibt die Dame für Turm und Läufer, Josef ist überzeugt, er versucht alles, schlägt ein Remisangebot aus, bemüht sich am Ende, einen Freibauern durchzubringen, erreicht aber nur, dass die Agrarökonomen des Gegners zu laufen beginnen und das Spiel noch verloren geht. Schade, vielleicht zu viel gewollt, sollte man sich mal anschauen, das Spiel, sehr inspirierend. Respekt aber auch vor Josefs Gegner, überhaupt vor dem ganzen Waderner Team: stark gekämpft.
Fünf drei am Ende, vier zu vier Punkte in der Tabelle, wir sind wieder absolut im Soll und weiter auf dem Weg nach Klassenerhaltshausen. In einem Monat zu Hause gegen Wadgassen-Differten, mal sehen, was da geht, ich persönlich bin optimistisch: wir sind wieder in der Spur. Nächsten Sonntag nicht verpassen: Gambit I gegen SVG SB. Das Derby!! Ich gehe jetzt weiter französisch lernen, machts gut, bis bald, Ciao.
(nach oben)
Dieser Titel sollte nicht zu lang werden, weil dann die Seite schon wieder zu ende ist, okay, kriegt man ja auf der Homepage dann nicht mit, also einfach wir gegen Wadgassen-Differten 5:3!!
Tja, und schon geht es los mit den guten Nachrichten, unsere Strähne hört und hört nicht auf, vier Punkte in Folge plus die ersten Heimpunkte ... das Jahr verabschiedet sich mit einem wahren Endorphinregen von Gambits zweiter Mannschaft ...
waren das Endorphine? Die mit dem Glück? Ich glaube ja, gucke jetzt aber nicht nach, obwohl wikipedia nicht weit ist, trotzdem, vielleicht nachher zwischendrin, wenn mir gerade nichts einfällt, aber erstmal zum Heimspiel gegen Wadgassen-Differten II, was nach meinem Kenntnisstand nur ein Ort ist, keine Spielgemeinschaft, wobei es glaube ich kein einfaches Wadgassen im SSV gibt, so dass man das Differten gleich hätte weglassen können, zumal einige von Wadgassen bestimmt gar nicht in Downtowndifferten wohnen, aber egal, klingt schon besser, so ein Doppelname, fragt mal Heinz, aber genug „großstädtische“ (wir wohnen in Saarbrücken, nicht in New York!!)
Arroganz, kommen wir zum Spiel, die Gäste waren sicherlich favorisiert, da bei uns Brett eins und zwei ausfielen,
aber halt, da fällt mir noch was ein, ganz im Ernst, à propos Gäste: ich bin grundsätzlich auf jeden Fall dafür, dass wir Doppelheimspiele sowohl im Haus der Parität als auch in der Klause austragen (es macht vieles einfacher und entzerrt das Ganze etwas), aber vielleicht sollten wir das den Gastmannschaften in Zukunft vorher mitteilen, es hätte nicht viel gefehlt, und wir hätten auch noch gegen Wiesbach spielen müssen, und die Zeit hätten wir gar nicht gehabt.
Spaß beiseite, das dürfte doch kein Problem sein in Zukunft. Sorry an die Wiesbacher, die aber, wie ich weiß, trotzdem alle pünktlich in der Klause gelandet sind (einen habe ich persönlich vorbeigebracht).
Oder waren einige von Wadgassen in Wahrheit Wiesbacher und umgekehrt? Ich hoffe nicht, das gäbe nur Ärger, aber dann hätten die ja was gesagt.
Egal, wir also ohne Joseph und Giorgos, demnach mit Milu an eins und danach runter bis zu Bernd an sieben und Simon an acht - und Milu war dann auch der erste, der den vollen Punkt einstrich, trotz Weihnachtsfeier am Abend vorher - ganz stark!!
Den Ausgleich mussten wir jedoch kurze Zeit später hinnehmen, als Heinz an sechs die Segel strich - alles wieder auf Null.
Nach einiger weiterer Zeit verlor Wladi an zwei, doch der Rückstand hielt nicht lange, da der Papa (also gleichsam ich) ausnahmsweise gut aus der (königsindischen, habe ich vor zehn Jahren mal gekonnt alles) Eröffnung rauskam, eine seltene Freude,
laut Rechner waren alle späteren Züge suboptimal, besonders mein Opfer in super Stellung eigentlich überzogen, aber mein Gegner wählte das schlechtere Abspiel - zwei zwei, noch nichts passiert.
Und dann ging es richtig los. ZACK - Simon gewann eine ganz souveräne Partie an acht, sogar er, der notorische selbstkritische, musste sich selber völlig zurecht loben - mal wieder ganz stark.
Und ZACK - el presidente und massimo líder CVB gewann ganz fantastisch an der Drei - so schnell holt man Punkte!!
Und als Sonjas Gegner an der Vier einsah, dass er das nicht mehr holen würde und ins Remis einwilligte, war der Sieg perfekt. Sonjas Spiel rang uns in der späteren Analyse durchaus alles ab - berauschende Taktik von Anfang an, wogendes Schlachtenglück - eine gerechte Punkteteilung, und höchst interessant. Es macht einfach Spaß!
Auch Kapitän Bernd hielt von Anfang an gut gegen und hätte, sage ich jetzt einfach mal, bestimmt nicht verloren - remis, voll okay, wenn einer gewonnen hätte, dann er.
Fünf drei!!!
Sieg!
Das war ganz wichtig und noch lange nicht das Ende - die Liga ist dicht zusammen, wenn wir jetzt nicht nachlassen und noch ein bisschen holen (vielleicht sogar im Januar in Heusweiler?), dann geht alles glatt, aber wenn wir anfangen, überheblich zu werden und zum Beispiel Dillingen, die noch alle Chancen haben, unterschätzen, dann kann es noch ein böses Erwachen in der Bezirksliga geben.
Egal, jetzt erst mal – Sportreporterphrase des Monats - das Positiverlebnis mitnehmen, und dann voll auf die nächsten Aufgaben konzentrieren, bis dahin aber erst mal frohe Weihnachten und besten Rutsch, auf bald, und dann wieder volles Brett, gebt alles, Schüss. Hans Gerhard
(nach oben)
Dieses Match wollen wir schnell vergessen. Abgesehen davon, dass ich nicht viel darüber zu erzählen weiß. Unser Literat Hans hat nicht mitgespielt (warum eigentlich nicht), so dass von dieser Seite auch kein Bericht zu erwarten ist.
Was bleibt, sind die nackten Fakts: Heusweiler trat überheblich mit nur 6 Mann an. Der Volksmund sagt zwar: Überheblichkeit kommt vor dem Fall, aber von jeder Regel gibt es Ausnahmen und eine solche Ausnahme traf uns Gambitter, denn wir verloren gegen diese Rumpftruppe 3,5 zu 4,5.
Eine kleine Randnotiz: der Abtrünnige Axel nahm uns einen vollen Punkt ab.
Andreas Hauer
(nach oben)
Wir gegen Dillingen drei fünf, alles voll doof
Tja, also zunächst mal wieder hallihallo mal wieder, das ist einfach so bei der mir eigenen extralaunigen Berichterstattung, sozusagen systemimmanent quasi, die Gefahr der Wiederholungen ist wiederholt zugegen, da, vorhanden, am Start, gleichsam und gewissermaßen nicht wegzudiskutieren, deshalb wäre es vielleicht mal ganz gut gewesen, gegen den Tabellenletzten Dillingen wenigstens unentschieden zu spielen, dann hätte ich eher Grund gehabt, Dur anzustimmen, so aber wiederholt gedämpfte Stimmung bei Gambit Zwo und auch bei mir, ihrem chronisch charakterschwachen Chronisten, schon wieder verloren, drei zu füneff am Ende, nicht unser bester Tag, ich darf wie folgt anführen und ausführen, später dann auch durchführen und die Aufmerksamkeit der geschätzten Vereinsfreunde und Websitegästen auf folgendes hinführen:
Selbst für einen gestandenen Mannschaftskämpfer wie mich eine ganz und gar ungewohnte Situation, Sonntag, kurz vor drei im Haus der Parität: wir sind zu viele. Richtig gelesen. Und obwohl Josef ohne Angabe von Gründen fernblieb, wofür sich später bizarrerweise Christoph die Schuld gab, der meinte, er hätte noch mal in Frankreich bei Jean-Claude (?!) nachfragen sollen oder aber wenigstens Bernd bitten, noch mal bei Jean-Claude (??!!) nachzufragen (ist das normal? Sind das gesunde Kommunikationsstrukturen? Ist die gute Laune des Berichterstatters in Gefahr? Nein nein, keine Sorge….und insbesondere keine Vorwürfe an irgendjemanden außer an uns Alle: Da drüber könnten wir vielleicht noch mal reden, ich weiß, dass wir ein dreisprachiges Team sind, aber trotzdem……), okay, also obwohl Josef offensichtlich den Grenzübertritt nicht hinbekam waren wir immer noch zu viele, woraufhin Christoph verzichtete, was immerhin natürlich mit unserem Ziel, aus einer einigermaßen gesicherten Tabellenposition heraus möglichst häufig auch die Bank einzusetzen, konform ging, aber natürlich auch eine Schwächung bedeutete, gut, wie man’s macht ist es verkehrt, hinterher ist man immer schlauer, die Konsequenz jedenfalls: die einigermaßen gesicherte Tabellensituation ist futsch, und nächstesmal muss halt wieder die erste Elf möglichst komplett ran.
Denn das Spiel gegen Dillingen ging doch ziemlich schief, eine ebenso wichtige wie schmerzhafte Erfahrung für uns alle, der Tabellenletzte, mit guter Aufstellung und dem ersten Saisonsieg von vor drei Wochen im Rücken war selbstverständlich fest entschlossen, die letzte Klassenerhaltschance beim schütteren Zopf zu packen und an diesen Haaren (also aus dem Zopf) den Karren mit dem Kennzeichen SLS (glaube ich) aus dem Dreck zu ziehen.
Im Einzelnen machten sie das so, wobei ich gleich sagen muss, dass ich nicht viel mitbekommen habe von Vielem, weil ich so intensiv damit beschäftigt war, doch stark holpriges Schach zu spielen, im Einzelnen also passierte folgendes….ich hatte mich gerade an Nummer vier gesetzt, meinen Kuli gedrückt, dem Gegner eine angstfeuchte Hand gereicht und unter Schmerzen 1.e4 gezogen, als sich Heinz von Brett sechs erhob und die Figuren zur Analyse zusammenklaubte: null eins, kein richtig guter Beginn, zumal auch Schorsch an der sieben wenig später das hässliche Hündchen Niederlage streicheln musste, null zwo, die strukturelle Integrität der Außenhülle war gefährdet und auf mehreren Decks kam es zu Ausfällen der Lebenserhaltungssysteme.
Tja, und dann spielte Simon, dessen promovierter Gegner auch eine nachträgliche Verstärkung seines Teams ist, remis (Caro-Kann, nicht uninteressant), Sonja verlor an drei, und obwohl irgendwann zwischendrin Giorgos an zwei unseren einzigen vollen Punkt holte (sehr stark, great job!!), war es bald danach aus, denn Milu an eins und Käpptn mein Käpptn Bernd an fünf teilten sich die Punkte, Dillingen Viereinhalb.
Kawumms. Die rauchenden Trümmer von Gambit Zwo trudeln durch den Weltenraum, und das, obwohl Trümmer im Weltraum gar nicht rauchen können, sondern vor die Tür müssen, wie jetzt alle im Saarland außer bei uns. Egal. Eine vorletzte kritische Anmerkung noch, aber danach werde ich schweigen: ich habs nicht mitbekommen, aber als wir dreieinhalb zurücklagen (war doch so, oder?), hätten wir da mit den Unentschieden noch warten können? Weil, ich stand ja gut, und auch, wenn man bei mir mit allem rechnen muss: hätten wir nicht noch etwas länger zocken können? Okay, nächstes Mal.
Gut, wie gesagt, ich stand laut Rechner fast immer etwas besser, empfand das auch so, aber immer dann, wenn der Rechner einen Zug vorschlug, der die Bewertung über einskommafünf zu meinen Gunsten geboostet hätte, machte ich zielsicher den zweit-, dritt- oder viertbesten Move, dazu kam mieses Zeitmanagement, am Ende Remis, welches ich auch schon früher hätte haben können (nämlich als mein Gegner es anbot, unter Anführung des schwer von der Hand zu weisenden Arguments, der Mannschaftskampf sei bereits entschieden, ich lehnte trotzdem ab, das hat zwar schön ausgesehen, aber nix brung, aber ich würde es wieder tun!), und langer Rede kurzer Sinn: dann wars aus.
Wir sind wieder mitten im Abstiegskampf, weshalb wir in zwei Wochen wieder voll angreifen müssen, ich hoffe, wir alle reißen uns etwas am Riemen, dann wird das auch, wir stehen das durch, immer weiter, immer weiter, also bis bald in diesem Theater, gebt Alles, Ciao.
Hans Gerhard
(nach oben)
Tja, das, was die Jungs ablieferten war durchaus durchwachsen, aber SuperSonja rettet die Welt – wir gegen SVG III Viervier, Klassenerhalt perfekt, Friede, Freude, Flaschenbier, ausgerechnet seit Anfang März Zehn Zent teurer in der Billardklause ...
... es hat geklappt! Gambits Zwote wird auch nächste Spielzeit auf Verbandsligaebene durch das Westsaarland einschl. Landeshauptstadt rumpeln, nach turbulenter Saison mit Rückschlägen, Fortschritten, Frust und Hochgefühlen, aber für einen Rückblick ist es noch zu früh, kommt Mitte April, jetzt erstmal feiern, am Ende hat es dann also gereicht, wir haben jetzt sieben Punkte, uns kann keiner mehr, das wars, aber jetzt im Einzelnen zum Sonntag ...
... ohne Wladi (Abitur, Daumen drücken!!) und Simon (gute Besserung!!) marschierten wir Hand in Hand in Zweierreihen durch prasselnden Regen in die Paul-Marien-Straße in Saarbrigge, verstärkt durch aufgerückte Teile der spielfreien Dritten, Tommy und Olli, außer einer Mini-Revanche für die Schlappe der Ersten gegen deren Erste brauchten wir ja noch dringend einen Punkt, besser zwei, um ganz sicher zu gehen, aber irgendwie müssen wir unsere Anfangsphase noch verbessern, das stotterte mal wieder gewaltig, diesmal war es Stéphane, eigentlich eine Bank und unser Topscorer neben Christoph und Simon, der früh aufgeben musste,
auch Giorgos griff in wilden Taktiktänzen fehl, null zwo, geschenkt wird einem in dieser Liga nix, außer, man spielt gegen mich, aber dazu später, erst mal waren wir jetzt wach,
Tommy gewann souverän an der sieben, Christoph bravourös an der vier, aber dann verlor Josef an eins und wir lagen drei zwo hinten.
Neben mir hatte Sonja wie so oft verquerste Verwicklungen gesucht und gefunden, zum Glück, denn da ist sie schwer zu schlagen, sie stand auf jeden Fall gut, und Olli ... eigentlich auch, aber jetzt muss ich mal ernst werden: ich persönlich war ja ein sauschlechter Schachspieler als Kind und brauchte dreißig Jahre um mein Anfangsniveau in Etwa zu halten, und ich habe viele andere schachspielende Kinder in der Folgezeit geringschätzig belächelt oder bin ihnen, wenn sie was drauf hatten, bewusst aus dem Weg gegangen, kenne mich also aus, und am Sonntag habe ich einen Jungen erlebt, den ich künftig fürchten werde wie der Teufel das Weihwasser: Vincent Preiß ist sein Name und SVG ist sein Verein, den ich allerdings nur beglückwünschen kann: der Kleine hat Einiges drauf.
Ernsthaft.
Gegen einen Gestandenen wie unseren Olli Huth Remis zu holen ist in dem Alter schon bemerkenswert, umso mehr, wenn es durch eine mehrstündige Partie bis in ein hochkompliziertes Endspiel hinein gleichmäßig stark verteidigt wird: Respekt, denn Olli hat ja nicht schlecht gespielt.
Okay, dreieinhalb für SVG III, aber, wie gesagt, Sonja stand gut, und ich auch, wusste ich sogar, aber ZWEI ZÜGE HINTEREINANDER PLUS SIEBEN LAUT RECHNER ist für mich offenbar immer noch kein ausreichender Vorteil, um vielleicht auch mal zu gewinnen, Remis, erst drei Punkte für uns, Sonja unter Druck, gewinnen zu müssen, um wenigstens das Unentschieden zu sichern.
Aber was soll ich sagen: es hat ja gelangt. Man könnte jetzt sagen: klar, mit soviel Material mehr, aber ich schätze, jeder Vereinsspieler kennt die Blicke der Mannschaftskollegen, wenn man in Superstellung einen Punkt holen MUSS: da ist schon viel kaputt gegangen, auch menschlich. However, nicht bei Sonja, sie rettete das Mannschaftsremis und damit den Klassenerhalt.
UFF!
Wie gesagt, für eine Saisonbilanz ist es angesichts des noch ausstehenden Spiels um die goldenste Ananas der Weltgeschichte gegen Völklingen (die sind ja auch schon durch, und nach oben geht bei denen ebenfalls nichts mehr) noch zu früh, aber eins muss man jetzt schon sagen: wir sind durch, und wir sind hochzufrieden, für die erste Saison richtig gut, und nächste Spielzeit können wir uns vielleicht sogar höhere Ziele setzen, da ist einiges an Luft nach oben.
Der Aufstieg ist relativ klar: Schwalbach-Holz müsste schon null acht bei gleichzeitigem acht null Sieg von Siersburg verlieren, um sich noch abfangen zu lassen: die aufrichtigen Glückwünsche an beide Top-Teams sind von hier aus schon in der Pipeline: klasse Leistung.
Hinter uns übrigens wird es in der letzten Runde hoch hergehen: wenn ich mich nicht verrechnet habe, können noch fünf Teams rechnerisch absteigen, was ich keinem wünsche, auch wenn es zwei erwischen muss; ohne konkreten Anlass daher der Appell an die Gegner der Kellerkinder, für die es um nichts mehr geht, trotzdem im letzten Spiel ernsthaft aufzutreten, damit der Vorwurf Wettbewerbsverzerrung erst gar nicht aufkommen und eine ansonsten aus meiner Sicht topanständige, faire Runde beschädigen kann; für eben diese schöne Saison von hier aus schon mal Danke an Alle.
Wir, wie gesagt, können reinen Gewissens, da es niemandem schadet, gegen Völklingen ungestraft endlich mal das Hampe-Allgaier-Gambit ausprobieren, unser Handy anlassen, das Baby mitnehmen, das Baby Züge ausführen lassen, mittendrin einfach keine Lust mehr haben, etc. Aber ob wir das wollen? Ich hoffe mal nicht, das wäre schon ein bisschen fade, so gegen Ende. Außerdem will ich ja noch was zu berichten haben. So, damit von mir Schüss, gebt Alles, bis denne, Hans
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