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Kreisliga — Spielberichte 2007/2008

Überblick

1. Spieltag: Sulzbach I gegen Gambit III

Bereits in der ersten Runde kam es zum Kampf der beiden vermeintlich stärksten Mannschaften der Kreisliga Mitte und es wurde das erwartet enge Match. Sulzbach startete bis auf das etatmäßige Spitzenbrett in absoluter Bestbesetzung. Bei Gambit fehlten Hayo, Öli & Dmitrij. Dafür spielten Jens und Jan, der seine allererste Turnierpartie an diesem Tag absolvierte.

Zum Spielverlauf:
Roland hatte an Brett 6 ein Remisangebot seines Gegners, lehnte ab, stellte aber wenig später erst Material ein und kurz darauf seine Uhr ab: 1-0 für Sulzbach.
Jan spielte in seiner ersten Turnierpartie am 8. Brett verständlicherweise noch ein wenig nervös und stellte mit einem Fingerfehler eine ganze Figur und damit seine Partie ein: 2-0 für Sulzbach.
Benni hatte in einem Doppelturmendspiel am 5. Brett einen Freibauern mehr, aber auch ihm unterlief ein ganz dummer Fingerfehler, der in ein undeckbares Matt mündete, somit führte Sulzbach bereits mit 3-0.
Dann war das Glück aber endlich mal auf unserer Seite.
Charly überspielte am Spitzenbrett seinen Gegner erst, gewann zwei Bauern bei sehr guter Stellung, stellte das Mehrmaterial aber prompt wieder ein, hatte kurzzeitig sogar eine Qualle weniger, um danach die Partie wieder zu drehen und den ersten Punkt für Gambit zu sichern: nur noch 3-1 für Sulzbach.
Nur Sekunden danach verkürzte Bruder Tom mit seinem Sieg an Brett 3 auf 3-2. Er hatte seinem Gegner im Verlauf der Partie keine Chance gelassen.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Jens an 7 einen Turm und eine Leichtfigur mehr, aber wohl Mitleid mit seinem Gegner. Anders ist es nicht zu erklären, dass er zu diesem Zeitpunkt überstürzt und leider ohne Rücksprache mit Mannschaftsführer seinem Gegner Remis anbot, was dieser natürlich sofort annahm: 3,5-2,5 für Sulzbach.
Oliver hatte im Match der Präsidiumsmitglieder des SSV gegen den Schatzmeister des Verbandes früh einen Agrarökonom eingestellt; hatte in der Folge Glück, dass sein Gegner auch nicht die allerbesten Züge fand und erreichte kurz vor der Zeitkontrolle eine Stellung, in der beide Parteien eine Dauerschachoption hatten. Die logische Folge war Remis am 2. Brett, so dass Sulzbach weiterhin führte: 4-3.
Eric hatte am 4. Brett nun den Druck gewinnen zu müssen, um das Mannschaftsremis noch zu erreichen und es sah auch ganz nach einem Sieg für ihn aus. Kurz nach der ersten Zeitkontrolle hatte er in einem Damenendspiel mit jeweils 4 Bauern ersatzlos einen Springer mehr zur Verfügung und die bessere Königsstellung. In den verbleibenden knapp zwei Stunden gelang es ihm nicht, diesen Vorteil zu realisieren. Am Ende fand er leider die falsche Fortsetzung, kam in Zeitnot und musste einer Zugwiederholung zustimmen, was gleichbedeutend mit dem Gesamtsieg für Sulzbach war: 4,5-3,5. Olli Huth
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2. Spieltag: SV Püttlingen II gegen Gambit III

Gambit gewinnt locker 7 zu 1 gegen Püttlingen. Allerdings trat Püttlingen nur mit 5 Spielern an. Alles weitere von Olli Huth:
Der schwierigste Teil war noch die Anfahrt zum Spiel. Mit sage und schreibe 4 Autos fuhren wir gen Püttlingen, aber erst gegen 15:10 Uhr erreichten die ersten beiden Fahrzeuge mit insgesamt 5 Spielern das gegnerische Spiellokal. Zu diesem Zeitpunkt blickten unsere Gegner noch recht zuversichtlich drein, waren sie selbst doch nur zu fünft angetreten. Als allerdings Tom, Roland und Öli nach einigen Irrwegen über Köllerbach und zurück gegen kurz nach halb 4 endlich antrafen schwand deren Zuversicht zusehends, denn so stand es ja bereits 3-0 für Gambit.

Die Geschichte der 5 gespielten Partien ist ebenfalls schnell erzählt, denn an durchweg allen Brettern entwickelte sich ein einseitiges Spiel zu unseren Gunsten. Lediglich Benni und Roland gelang es jeweils nicht, ihre bessere Stellung in einen vollen Punkt umzumünzen.

Am längsten wehrte sich noch Charlys Gegner, der gleich in der Eröffnung einen Bauern eingestellt hatte. Wie schon gegen Sulzbach machte es Charly zwischendurch aber noch einmal spannend, um schlussendlich im Turmendspiel seine überlegene Technik zum Gewinn zu verwerten.

Öli hatte seinen Gegner jederzeit im Griff, dem der Begriff "Aufgabe" scheinbar unbekannt war und so machte sich Öli am Ende sogar einen Spaß daraus, seine Mehrbauern "nur" bis zur 7. Reihe zu schieben und sie eben nicht "umzuwandeln". Gefühlte 30 Züge zu spät gab sein Gegner dann doch irgendwann auf.

Auch Jens hatte diesmal sein Erfolgserlebnis, wozu ihm sein Gegner mehrfach nach Kräften half.

Tom, Eric und meine Wenigkeit hatten diesmal ja keinen Gegner, so dass am Ende ein auch in dieser Höhe hochverdienter 7-1 Sieg für uns stand. Hier noch die Spieltabelle:

Paarung Ergebnis
Thewes, Marion - Huth, Oliver -- +
Kovacs, Daniel - Halberstadt, Charly 0 : 1
Holzer, Marcel - Kurfess Tommy -- +
Wewior, Aaron - Mootz, Eric -- +
Altmeyer, Helmut - Feller, Benedikt 1/2 : 1/2
Groß, Stefan - Kaum, Roland 1/2 : 1/2
Himbert, Pacal - Ohligschläger, Michael 0 : 1
Himbert, Marvin - Kossack, Jens 0 : 1

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3. Spieltag: Gambit III gegen Spiesen-Elversberg II

Es scheint allmählich zur Gewohnheit zu werden, dass die Gegner unserer dritten Mannschaft eben diese gar so dermaßen unterschätzen, dass sie nur zu Fünft antreten. Leider reicht das noch nicht ganz gegen unsere Urgesteine, so dass wieder ein hoher Sieg eingefahren wurde.
Für die Details siehe den folgenden Bericht von Olli (oder wie Sonja sagt: Oli).

Nachdem die Püttlinger in der letzten Runde bevorzugt unsere vorderen Bretter (1, 3 & 4) zu einem kampflosen Sieg verhalfen, versuchten die Elversberger am Sonntag das gleiche mit Erfolg an den hinteren Brettern. Diesmal hatten Benny an Brett 5, Roland an 6 und Jens an 8 keinen Gegner, es stand also von Anfang an schon wieder 3-0 für uns.
Das beste daran war noch, dass wenigstens kein Spieler von uns bereits zum zweiten Mal in Folge einen spielfreien Nachmittag geschenkt bekam.

Zum restlichen Spielverlauf:
Öli's Gegner am 7. Brett stellte schnell einige Figuren ein. Diesen materiellen Vorteil nutzte Michael in vollendeter Technik aus und konnte so nach etwas über einer Stunde seinem Gegner Matt ansagen. Es stand also 4-0 für uns.
Dies nahmen Charly und ich zum Anlass, unseren Gegnern zeitgleich jeweils ein Remis anzubieten, was gleichbedeutend mit dem Mannschaftssieg war. Die Gegner hatten beide eine deutlich schlechtere DWZ und nahmen unsere unerwarteten Geschenke äußerst schnell und dankbar an; es stand also 5-1 für Gambit III.
An dieser Stelle verabschiedete ich mich für 2 Stunden aus der Arena, um mein Schlafdefizit der letzten Tage etwas aufzuholen.
Als ich kurz vor 19 Uhr wieder im Turniersaal eintraf konnte ich gerade noch Hayo zu seinem Sieg gratulieren, der, nach Aussage von Hayo, wohl auch ziemlich ungefährdet zu Stande gekommen war.
Eric hatte zu diesem Zeitpunkt ein gewonnenes Bauernendspiel auf dem Brett, was er auch innerhalb weniger Züge verwertete, so daß am Ende der zweite 7-1 Erfolg in Serie stand.

Für den nächsten hohen Sieg der dritten Mannschaft müssen nun Bruder Tom & co. ohne Charly und mich auskommen. Wir beide fahren an diesem Wocheende nämlich gen Osten und werden gegen unseren Ex-Clubkameraden Henning Meyer und dessen Kumpels um die "Wurst" spielen. The Winner takes it all und Charly ist Titelverteidiger :-). Glücklicherweise handelt es sich bei der Siegprämie nicht um einen Wanderpokal: die Wurst (1A-Salami aus eigener Herstellung) wird jedes Jahr neu gestiftet.
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4. Spieltag: SV Ensdorf 3 gegen Gambit 3

Das Schwierigste bei der 4. Runde der SMM SV Ensdorf 3 gegen Gambit 3 war die Anfahrt. Trotz Routenplan mussten wir zweimal nachfragen, um das Schützenhaus in Ensdorf zu finden. Nach alter Gambittradition trafen wir dort mit 10 Minuten Verspätung ein.

Unsere Gegner waren alle Jugendliche.
Den ersten Punkt für Gambit erzielte Roland an Brett 5. Er übersah im 10. Zug ein Schachmatt. Totzdem blitzte er die Partie sauber zu Ende.
Danach setzte Eric seinen Gegner matt.
Tommys Gegner hatte übersehen, dass die mattsetzende Dame von Tommys Springer geschlagen werden konnte. Danach gab sein Gegner auf.
In meiner Partie zwang ich meinen Gegner in der Eröffnung dazu, dreimal hintereinander mit der Dame zu ziehen. Da dieser aber die dritte Drohung für die Dame übersah, schlug ich diese. Danach tauschte ich ab und gewann.
Auch Hayo gewann im Anschluß seine Partie souverän.
Jan gewann endlich und verdientermaßen seine 1. Partie.
Danach fuhren wir zurück in die Billiardklause nach Saarbrücken. Kurze Zeit später erschien auch Michael dort und berichtete, dass auch er gewonnen hatte und Jens eine Springergabel übersehen und verloren hatte. Damit stand das Endergebnis fest 1:7.

Nach dem dritten 7:1 Sieg stehen wir nun auf dem 2. Tabellenplatz der Kreisliga Mitte.    Benedikt Feller
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5. Spieltag: Gambit 3 gegen SV Wiesbach

Es war einmal....
So oder so ähnlich fangen bekanntlich alle Märchen an und so ähnlich ergeht es derzeit auch der dritten Mannschaft von Gambit, unserem Old-Star-Team.
Nachdem sich unser Präsi beim ersten gemeinsamen Heimspiel der Saison über die beengten Verhältnisse im Haus der Parität geärgert hatte, wurde kurzerhand die Billiardklause nach zweijähriger Pause wieder mal zum Spiellokal erklärt. Nach diversen Umbaumaßnahmen standen um Viertel nach Drei dann auch endlich alle Tische im Billiardraum so, daß an 8 Brettern Schach gespielt werden konnte.
Unser Gegner war der Tabellenzweite Wiesbach, neben Sulzbach unser stärkster Gegner in dieser Saison. Die Ausgangslage vor dem Kampf war alles andere als rosig; hatte Wiesbach doch am letzten Spieltag gegen Sulzbach ein 4-4 erreicht, so daß wir quasi zum Siegen verdammt waren, sollte das erklärte Ziel - Aufstieg in die Bezirksliga - noch klappen. Leider mussten wir ausgerechnet in dieser Situation ohne unsere Topstars Tom und Charly auskommen, mir schwante böses. Doch auch Wiesbach hatte ein Problem, ihr Spitzenspieler, Michael Tinnes, war beruflich unabkömlich, ich sah wieder Weizen blühn.
Zum Spielverlauf:
Es begann für diese Spielklasse ungewöhnlich schleppend, nach über zwei Stunden war noch an keinem Brett ein entscheidender Trend erkennbar.
Hayo, Eric & Benni hatten an 2, 3 & 4 jeweils gutes Spiel, Roland stand an 5 etwas beengt, Öli hatte an 6 Raumvorteil, während Jens an 7 Probleme hatte, seinen e-Bauern zu verteidigen und Jan an Brett 8 aus der Eröffnung heraus mit einem Minusbauern ohne sichtbare Kompensation auskommen musste. Ich selbst hatte am Spitzenbrett eine, mir selbst ziemlich unbekannte, Skandinavisch-Variante gespielt, mein Gegner hatte allerdings von dieser Stellung ebenfalls wenig Ahnung und einen zwischenzeitlich möglichen Bauerngewinn nicht angenommen.
Als ich mich gerade mit Ernie im Schankraum unterhielt, passierte es. Roland musste seinen Gegner besch... haben, jedenfalls meldete er den ersten vollen Punkt für Gambit. Als ich mich ungläubig vergewissern ging, wie das passieren konnte, stellte mein Gegner dreizügig, aber einfach zu sehen, einen Bauern plus Qualle und damit die komplette Partie ein. Er spielte zwar noch ca. 15 aussichtlose  Züge weiter, gab dann jedoch resigniert auf. Darüber hocherfreut bestellte ich mir das erste Weizenbier und hatte noch nicht angetrunken, als Jens Remis an Brett 7 meldete, es stand völlig unerwartet 2,5-0,5 für uns und die restlichen Partien gaben durchaus Anlass für Optimismus. Während ich noch meine Partie mit meinem Gegner analysierte, einigte sich Benni mit seinem Gegner auf Remis, das mittlerweile entstandene  Endspiel hatte ich bei ausgeglichenem Material als leicht schlechter für Benni eingeschätzt. Als auch noch Jan unerwartet gewann, er profitierte von einem gröberen Fehler seines Gegners, schien die Sache endgültig gelaufen zu sein, schließlich stand es nun 4,0-1,0 für uns. Derartig beschwingt bestellte ich alsbald das zweite Weizenbier und machte einen kurzen Abstecher ins Haus der Parität, wo unsere zweite Mannschaft just in dem Augenblick die entscheidenden Punkte zum Sieg gegen Wadgassen schaffte, was sollte da noch schief gehen? Zurück in der Klause bemerkte ich jedoch die besorgten Blicke meiner Mannschaftskollegen, also ging ich sofort rein in den Spielsaal und da sah ich die Bescherung. Drei reine Bauernendspiele, davon zwei für uns deutlich schlechter stehende Partien. Zuerst gab Öli seine verlorene Stellung auf, wenige Augenblicke später auch Eric. Hayo behielt jedoch die Nerven und rettete mit seinem Remis den Sieg für unsere dritte Mannschaft, 4,5-3,5 und damit stehen wir wieder Platz 2 und damit auf einem Aufstiegsplatz. Es war Zeit für ein weiteres Siegerbräu.

Die restlichen drei Runden spielen wir gegen nominell deutlich schwächere Gegner, d.h. wir sollten diese Spiele eigentlich gewinnen und wären damit mindestens Zweiter, was gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die Bezirksliga wäre, womit wir für heute am Ende unseres Märchens sind ;-) Olli Huth

Hier noch schnell die Einzelergebnisse:

Paarung Ergebnis
Valela,Vitantonio - Huth, Oliver 0 : 1
Alt, Hermann - Schmitt,Hayo 1/2 : 1/2
Jungmann, Willibald - Mootz,Eric 1 : 0
Becker, Dirk - Feller, Benedikt 1/2 : 1/2
Maas, Karl-Heinz - Kaum, Roland 0 : 1
Krämer,Elmar - Ohligschläger, Michael 1 : 0
Schattle,Heinz - Kossack,Jens 1/2 : 1/2
Kohler,Norbert - Kietenbrink,Jan 0 : 1

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6. Spieltag: Heusweiler IV – Gambit III

Dmitrij hatte mich Anfang Januar auf dem Eppelborner Schachturnier "Schach den 3 Königen" angesprochen, er wolle unbedingt noch für uns spielen. Also fuhren Bruder Tom zusammen mit Jan über Eppelborn nach Heusweiler, da sie Dmitrij in seinem neuen Zuhause erst abholen mussten.
Dadurch kamen die drei erst eine halbe Stunde nach Spielbeginn in Heusweiler an, was Jan leider sichtlich aus dem Konzept brachte. Er zog viel zu schnell, stellte Material ein und verlor ziemlich rasch. Zu diesem Zeitpunkt stand es jedoch schon 2,5-0,5 für uns.
Benni verwandelte einen schnellen Damengewinn sicher zum 1-0 für Gambit.
Wenig später machte Roland das 2-0 perfekt, seine Gegnerin hatte dem schwäbischen Angriffswirbel nichts entgegen zu setzen.
Öli einigte sich früh auf ein stellungsgerechtes Remis und es stand 2,5-0,5 bevor Jan die Segel streichen musste: 2,5-1,5.
Kurz darauf machte Tommy das 3,5-1,5 für uns. Das frühe Figurenopfer seines Gegners in der Eröffnung erwies sich schnell als Luftblase und Tom gewann souverän.
An den drei verbliebenen Brettern sah es ebenfalls gut für uns aus, als ich, völlig unnötig und fast ersatzlos, einen Bauern einstellte. Mein deutlich DWZ-schwächerer Gegner nutzte die Gunst der Stunde und bot mir nur zwei Züge später Remis an, was ich mit Blick auf die beiden verbleibenden Partien auch annahm, 4-2 für uns.
Dmitrij gewann seine Partie im Anschluss genauso sicher, wie Eric, so dass das Endergebnis 6-2 für Gambit lautet. Oli Huth
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7. Spieltag: Gambit – SC Eppelborn III III

Nach dem doch etwas düster geratenen Bericht von Hans über die zweite Mannschaft, folgt hier nun die deutlich positivere Zusammenfassung des vorletzten Spiels der dritten Mannschaft in dieser Saison.

Vorab jedoch eine gaaanz traurige Nachricht. Es war voraussichtlich das letzte Spiel von Charly für unseren Verein. Am kommenden Spieltag gegen Fischbach hat er leider schon einen familiären Termin und außerdem zieht er bekanntlich Mitte März beruflich mit seiner kompletten Familie in den Taunus, so dass er wohl nicht mehr für uns spielen wird. Charly, an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön für viele tolle Spiele, Trainingsabende, Ramazotti-Seminare und Dein jahrelanges Engagement für unseren Verein.
(Anmerkung des Netzmeisters: Charly, jeder der den Verein kennt, weiß was du mit deinem Engagement alles für den Verein getan hast. Auch von meiner Seite alles Gute in Hesse. Ich geh natürlich davon aus, dass auch du irgendwann wieder im Saarland leben und dann auch wieder für Gambit spielen wirst. Viele Beispiele zeigen das (Tommy, meine Wenigkeit, ...)).

An diesem Spieltag gab "Unser Charly" also seine Abschiedsvorstellung und wie so oft spielte Charly mit, statt gegen seinen Gegner. In einem wechselhaften Spiel gewann Charly am ersten Brett gegen den Tiger von Bubach, Thomas Trienens, erst ersatzlos Material, stellte es wenig später wieder ein, baute ein Mattnetz auf, musste einen Freibauern kurz vor dem Umwandlungsfeld stoppen und einigte sich schließlich auf ein leistungsgerechtes Remis.
Zu diesem Zeitpunkt führten wir bereits 2-1, denn Jens hatte am siebten Brett einen verdienten Sieg gegen einen Eppelborner Jugendspieler gelandet, kurz nachdem sich Roland, ganz Gentleman, am fünften Brett bereits frühzeitig auf Remis mit seiner Gegnerin geeinigt hatte, deren DWZ etwa 400 Punkte schlechter war als Rolands.
Als nächstes endete die Partie an Brett 3. Hier ließ Tom seinem Gegner wieder mal keine Chance, er gewann zuerst eine Figur und kurz darauf auch die Partie. Nur wenig später gab auch mein Gegner in aussichtloser Stellung auf, es stand also 4-1 für uns.
Da machte es auch wenig, dass Jan seine zwischenzeitlich gute Stellung verdarb und am 8. Brett unsere einzige Verlustpartie des Kampfs ablieferte.
Denn am 4. und am 6. Brett hatten Benni und Öli mittlerweile jeweils eine Mehrqualle auf der Habenseite, was beide auch in volle Punktgewinne ummünzten. Alles in allem ein ungefährdeter Sieg für unsere dritte Mannschaft, d.h. die Pflicht ist geschafft.

Was nun noch fehlt, ist eine erfolgreiche Kür und die besteht aus einem Sieg in der letzten Runde gegen Fischbach II, was gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die Bezirksliga wäre. Also dann Jungs, wir packen das. Oli Huth
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9. Spieltag: Gambit – SC Fischbach II

Mann, war das knapp mit dem Aufstieg der dritten Mannschaft, aber es hat gereicht.
Erstmals wurde ja die letzte Runde zentral ausgetragen, die 4 Mannschaftskämpfe der Kreisliga Mitte fanden in Calmesweiler im Gasthaus Bohlen statt.
Die Ausgangslage war klar. Gambit und Sulzbach lagen punktgleich an der Spitze, wir hatten jedoch einen Brettpunkt Vorsprung auf Sulzbach. Dahinter lauerte Wiesbach mit einem Mannschaftspunkt und 1,5 Brettpunkte Rückstand auf Gambit auf einen Ausrutscher von Sulzbach oder Gambit.
Der Gegner von Sulzbach war Püttlingen, trat nur mit 6 Spielern an und lag nach ca. 2 Stunden Spielzeit bereits mit 7-0 hinten. Am Ende hieß es 7,5-0,5 für Sulzbach und somit war frühzeitig klar, dass Sulzbach Meister werden würde.
Auch unser Gegner trat traditionell nicht komplett an, dieses Mal erschien Fischbach nur mit 6 Spieler/innen, so daß wir mit einem beruhigenden 2-0 starteten. Unsere Punktegaranten, "Saarlandmeister" Eric Mootz an Brett 3 und Öli an Brett 6 hatten diesmal keine Gegner.
Nach gefühlten zwei Minuten Spielzeit bot Roland seinem Gegner Küderle dann lautstark Remis an, was zur Erheiterung des ganzen Saales beitrug, vom Gegner aber abgelehnt wurde.
Als erste Partie endete nach etwa 90 Minuten das Match an Brett 7 zwischen Dmitrij und Uli Höfers Tochter Barbara mit einem Remis.
Wenig später musste sich Roland an Brett 5 geschlagen geben, es stand noch 2,5-1,5 für uns.
Am Spitzenbrett hatte ich mit Tom getauscht und dieser gewann dann auch frühzeitig einen Bauern, worauf sein Gegner einen Springer für einen Angriff opferte. Tom wehrte jedoch alle Mattangriffe von Uli Höfer souverän ab und sicherte uns einen weiteren vollen Punkt.
Beim Stand von 3,5-1,5 für Gambit hatten wir aber noch drei für uns gaaanz schlecht stehende Partien am laufen. Da zu diesem Zeitpunkt aber das Endergebnis von Wiesbach - Heusweiler 5-3 bereits fest stand, wussten wir, dass uns ein 4-4 zum Aufstieg langen würde.
Bennis Gegner lehnte ein Remisangebot jedoch ebenso ab, wie mein Gegner. Aber Jens Gegnerin hatte Mitleid und willigte ohne Not, trotz Mehrfigur in ein Remis ein, es war geschafft, 4-2 für Gambit der Auftsieg perfekt, egal wie die anderen Partien enden würden.
Etwa zeitgleich gab Benni in ziemlich trostloser Stellung auf und ich spielte gegen den Schachfreund Bellmann noch weitere zwei Stunden, die letzte laufende Partie der gesamten Liga. Zwischenzeitlich war ich schon mal nah an der Aufgabe, verwarf diese "Idee" jedoch wieder und kämpfte  mit einer Minusqualle noch bis 5 vor 9 weiter. Am Ende konnte Kollege Bellmann sogar noch froh über das Remis sein, die Endstellung mit Springer und zwei Bauern gegen Turm, bot nur noch für mich Gewinnchancen - egal 4,5-3,5 für Gambit und damit zwar nur Platz 2 in der Kreisliga Mitte, aber das Saisonziel Aufstieg erreicht.
Holla Hossa
Olli Huth
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